Schüler präsentieren spektakuläre Zirkuskünste

Von: Naima Wolfsperger
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Spiel mit dem Feuer: Mara Schweitzer übt ein Kunststück unter den wachsamen Augen von Feuerspucker Henry Brumbach. Foto: Naima Wolfsperger
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In der Zirkus-Projektwoche lernen die Schüler der OGGS Breinig spektakuläre Kunststücke. Die Trainer vom Circus Lollipop, die sich auf die Arbeit mit Kindern spezialisiert haben, sind immer dabei. Emmy Voetee trainiert mit Seiltänzerin Sandra Stipka. Foto: Naima Wolfsperger
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Mit einem Grinsen im Gesicht: Die mutige Luisa Hugo ist eher nervös wegen der Aufführung als wegen der Höhe. Dabei: Trainer Marco Pannier. Foto: Naima Wolfsperger

Stolberg. Das gekonnte Spiel mit dem Feuer, über den Köpfen der Zuschauer schweben, wie eine Feder oder als Zauberkünstler das Publikum mit seinen Tricks begeistern – dieser Traum wird für die Schüler der OGGS Breinig einmal in ihrem Grundschulleben wahr. Denn alle vier Jahre kooperiert die Schulleitung mit dem Circus Lollipop, der mit den Schülern eine spektakuläre Aufführung einstudiert.

Henry Brumbach vom Circus Lollipop ist Experte, was das Training mit den Kindern angeht. Er selbst ist im Zirkus aufgewachsen und reist jetzt von Woche zu Woche an verschiedene Schulen, um den Kleinen die hohe Kunst des Bezauberns nahezubringen. Vor allem sind die acht Trainer in NRW und Hessen unterwegs. Dieses Jahr geht es auch eine Woche nach Bayern. „Jedes Kind ist individuell, hat eine eigene Leistungsgrenze“, sagt der 23-jährige Feuerspucker.

Etwa 300 Kinder bereiten sich seit Tagen in dem Zelt vor der Grundschule und in der Turnhalle auf die großen Shows vor. Neun Darbietungen gibt es nach den Proben für die Eltern und Freunde. „Die Kids zeigen spektakuläre Sachen“, betont Brumbach, dass die Veranstaltung sich auch für Zirkusfans ohne Verwandtschaft mit den Darbietenden lohne.

Die Neunjährige Mara Schweitzer hat sich für das Feuerspucken entschieden. „Erst wollte ich zu den Trapezkünstlern. Aber das Feuerspucken ist doch etwas anderes, irgendwie besonders.“ Angst vor den Flammen habe sie keine, auch wenn sie bei Lagerfeuern im Sommer lieber weiter hinten sitze und auch sonst nicht mit Feuer spiele. „Meine Hobbys sind Reiten, Tanzen und Eislaufen. Das hat alles nichts mit dem zu tun, was wir hier machen.“

Der Zirkus sei eine willkommene Abwechslung und ein ganz besonderes Erlebnis, findet Mara. Ihre Mitschüler in der Gruppe der Feuerspucker nicken kräftig. Zu den Feuerspuckern gehören auch andere gefährliche Attraktionen: Über Glasscherben laufen und sich auf eine Reihe von Schwertern legen. Die Schüler lassen sich aber nicht einschüchtern und gehen mit viel Konzentration und Mut an die anstehenden Aufgaben.

So macht das auch Emmy Voetee. Die Neunjährige hat sich für die Gruppe der Seiltänzer entschieden und setzt auf dem Drahtseil, ohne sich durch das Getuschel ihrer staunenden Mitschüler ablenken zu lassen, einen Fuß vor den anderen.

Die Balance in einem Reifen auf dem Seil will an diesem Trainingstag nur mit Hilfe von Trainerin Sandra Stipka gelingen. Dennoch braucht die Expertin bei dieser Übung nicht viel Kraft um Emmy zu stützen – so gut ist der Gleichgewichtssinn der Grundschülerin. Hoch in die Lüfte können jene Grundschüler, die sich für die Vorstellung am Trapez entschieden haben. Nicht nur auf dem schaukelähnlichen Gebilde lernen sie dabei Kunststücke, sondern auch an Bändern und Seilen.

„Höhenangst darf man da wirklich nicht haben“, sagt Luisa Hugo. Die Neunjährige schwingt sich grinsend an Bändern durch die Lüfte – ob dabei wohl dem ein oder anderen Elternteil kurz der Atem stockt? „Ich bin Turnerin, da fallen mir viele der Übungen nicht so schwer“, sagt Luisa. Die anstehenden Aufführungen machen sie dann aber doch ein wenig nervös. „Ich bin gespannt, ob alles klappt. Und vor so vielen Menschen...“

Zusätzlich zu sehen bekommen die Gäste auch ausgeklügelte Zaubertricks und spektakuläre Akrobaten, die Salti über mehrere ihrer Mitschüler machen. Was selbst den meisten Erwachsenen unmöglich scheint, ist für viele der Kinder zwar kein Leichtes, aber trotzdem eine große Freude. Die kommenden Zirkusbesuche werden die kleinen Artisten in Zukunft sicherlich mit Experten-Augen betrachten. „Wir bieten den Zirkus für die Kinder bereits seit zwölf Jahren an“, sagt Schulleiterin Marie-Theres Schmitz. Damit jedes Kind in seiner Grundschullaufbahn etwa einmal die Möglichkeit habe, an diesem Erlebnis teilhaben zu können, werde das Zirkusprojekt alle vier Jahre an der Schule angeboten.

Das Projekt war eines ihrer ersten, als sie die Leitungsposition in der Grundschule Breinig annahm. „Die Organisation und der Aufbau ist viel Arbeit, auch für die Eltern, die bei dem Aufbau des Zeltes selbst Hand anlegen müssen.“ Bei den Proben zusehen dürfen die fleißigen Eltern aber nicht, betont Schmitz, dass die Aufführungen für alle Zuschauer eine beeindruckende Überraschung werden.

Die Kinder-Zirkus-Vorführungen finden am Freitag ab 18 Uhr und am Samstag jeweils ab 11 und ab 15 Uhr in dem Zirkuszelt vor der Grundschule Breinig statt.

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