Schüler-Mentoring: „Macht was aus eurem Leben!“

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Motivationsschub für die Schüler der Hauptschule Kogelshäuserstraße: Eta Ümit Sheidaei spricht die Gruppe an. Foto: D. Kinkel-Schlachter

Stolberg. Die Ankunft von „Engeln“ verwundert in dieser Jahreszeit eigentlich niemand mehr, aber es sind ganz besondere „Engel“, und sie kommen in die Klassen 10 der Hauptschule Kogelshäuserstraße. Natürlich bringen sie auch eine „Frohe Botschaft“ mit, nämlich die, dass jeder sein Ziel erreichen kann, wenn er nur mit viel Einsatzbereitschaft dafür kämpft.

Diese „Engel“ sind „Education Angels“, die als Mentoren für Schüler fungieren. Sie wurden ausgebildet durch die Würselener Stiftung „Bildung! Eitim!“, die der Unternehmer Kemal Sahin gegründet hat, um besonders Kinder mit Migrationshintergrund Bildung nahe zu bringen und sie zu unterstützen. „Anfangs ist es schwierig, die Schüler zu knacken. Sie interessieren sich zwar, haben aber auch Vorbehalte. Wir dringen schließlich in ‚ihre‘ Umgebung ein“, erklärt Engin Olguner. Der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsvorstandes ist heute mit Eta Sheidaei, Dilan Selin Calo und Sevda Eskicioglu in den beiden Klassen und verbringen eine Doppelstunde mit den Schülern.

Abschluss machen

Sie sind gekommen, um die Schüler zu motivieren. Ihren Abschluss sollen sie machen, eine Ausbildung oder ein Studium anstreben, sich Ziele setzen, ihre Träume leben. Das wollen die Mentoren ihnen sagen. Denn das ist das Konzept des neuen Projekts „Komment – Kompetenzentwicklung durch Mentoring“.

Das jüngst in der Aachener Nadelfabrik vorgestellte Projekt erschien Claudia Radermacher – sie ist Berufswahlkoordinatorin der Hauptschule – besonders wichtig, „denn besonders die Zehntklässler können einen Motivationsschub sehr gut gebrauchen“. In den nächsten Monaten müssen die Schüler nämlich Bewerbungsverfahren durchlaufen und ihre zentralen Abschlussprüfungen schreiben.

Eine Motivation auf Augenhöhe, wie durch Eta Sheidaei, den erfahrenen „Angel“ in der Region, einem jungen Marketingberater, der früher selbst einmal Hauptschüler war, kann da wahre Wunder wirken.

Er macht das Mentoring ehrenamtlich – und gerne. Die Schüler merken das und fassen Vertrauen, sie erzählen von ihren Stärken, Schwächen, Zielen und Träumen. Auch die Klassenlehrer, die währenddessen nicht dabei sind, zeigen sich im Anschluss begeistert von dem Projekt, denn die „Angels“ bleiben durch soziale Netzwerke in Kontakt. Die Schüler können in dieser schwierigen Lebensphase ihren „Education Angel“ jederzeit um Rat fragen.

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