Stolberg - Schuberts „Ohrwürmer“ in Szene gesetzt

Schuberts „Ohrwürmer“ in Szene gesetzt

Von: red
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Stolberg. Franz Schubert, dessen Namen und Musik Franz Liszt zehn Jahre nach Schuberts Tod in ganz Europa bekannt gemacht hat, war zu seinen Lebzeiten eine lokale Wiener Größe. Rezitator Lutz Görner, Nadia Singer (Piano) und Edward Leach (Gesang) widmen sich am Mittwoch, 7. September, im Rittersaal der Burg Stolberg seinen Werken.

Eingebunden in einen engen Freundeskreis, brauchte Franz Schubert immer wieder die Hilfe anderer, um sein Leben, das durch seine Syphiliserkrankung nur von kurzer Dauer war, zu meistern. Scheu und introvertiert seiner Umwelt gegenüber, aber innerlich von der eigenen Größe überzeugt, hat er viel Unvergängliches komponiert, das während dieses Klavierabends zu hören sein wird: Walzer und Ländler, Klavierstücke, die Impromptus, Märsche, seine berühmte Wanderer-Fantasie und seine unsterblichen Lieder wie Der Erlkönig oder Das Heidenröslein.

Allesamt sind die Stücke Ohrwürmer – gespielt werden sie von Nadia Singer und gesungen von Edward Leach. Die Lebensstationen des im Alter von nur 31 Jahren gestorbenen Musikers setzte Lutz Görner während minuziöser, zwei Jahre dauernder Recherchen „wie ein riesiges Puzzle zusammen“. Die 1954 im Ostberliner Henschel Verlag erschienene Biografie „Schubert – ein Lebensbild“ des Schweizer Musikwissenschaftlers Harry Goldschmidt habe er dabei „als Kompass genommen“.

Steuermann Görner navigiert mit der jungen Pianistin Nadia Singer, die er „auf dem Sprung zur Weltkarriere“ sieht, durch das Programm. Die beiden werden erstmals vom Tenor Edward Leach unterstützt. Görner lernte den 26-jährigen Engländer, der über „eine ganz klare, feine, durch nichts getrübte Stimme“ verfüge, bei einem Workshop am „Conservatorium van Amsterdam“ kennen. Leach wird Schuberts „Ohrwürmer“ singen, von Nadia Singer am Klavier begleitet. Denn „das wichtigste an Schubert waren seine über 600 Lieder“.

Zwischen den musikalischen Highlights lässt Görner Schuberts kurzes, aber intensives Leben Revue passieren und immer wieder verweist Görner auf Überraschendes, zuweilen auch auf Erschreckendes.

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