Schon wieder heißt der Sieger VfL Vichttal

Von: Thomas Waltl
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Patrick Wirtz sorgte mit seinen beiden Treffern für den erneuten Finalsieg des VfL Vichttal im Turnier. Unter anderem mit diesem Traumtor per Seitfallzieher. Foto: T. Waltl

Stolberg-Werth. „Und täglich grüßt das Murmeltier.“ Das dachten sich sicher viele Zuschauer nach dem Finale des BSR-Cups auf dem Sportplatz der Spielgemeinschaft Stolberg. Denn der Sieger des schon zur Tradition gewordenen Vorbereitungsturniers hieß zum vierten Mal in Folge VfL Vichttal.

Bis es aber soweit war mit dem Triumph bei der 41. Auflage des BSR-Cups, musste der Landesligist im Endspiel gegen Gastgeber SG Stolberg ein hartes Stück Arbeit leisten.

Denn der von der Papierform her klare Außenseiter aus der Kreisliga A hielt ordentlich dagegen und ließ in der Defensive keine nennenswerten Chancen zu. Während das Team von Uwe Daun in der 5. Minute noch an der Latte scheiterte, sorgte Christoph Zimmermann nach einer halben Stunde mit einem schönen Lupfer für den viel umjubelten Führungstreffer der SG Stolberg. In der Halbzeitpause musste sich der Vichter Trainer, Andi Avramovic, also etwas einfallen lassen, um das Spiel noch drehen zu können. Er wechselte zwei weitere Stürmer ein und erhöhte mit dieser Maßnahme weiter den Druck seines Teams auf die Stolberger Spielgemeinschaft.

Bann gebrochen

Doch es dauerte bis zur 68. Minute, bis der Bann gebrochen war. Der Eingewechselte, Patrick Wirtz, sorgte für den verdienten Ausgleich. Zuvor ließ der Landesligist viele Chancen liegen, darunter ein vergebener Elfmeter kurz nach der Pause. Mit seinem zweiten Treffer drehte Wirtz zehn Minuten vor Schluss die Partie dann schließlich endgültig. Daraufhin warf die SG Stolberg noch einmal alles nach vorne, doch der Landesligist spielte das Spiel clever zu Ende und brachte die knappe Führung über die Runden.

Rund 200 Zuschauer erlebten also ein Finale, das an Spannung kaum zu überbieten war. Der Siegertrainer, Andi Avramovic, war trotz des vierten Erfolgs in Folge beim BSR-Cup noch nicht ganz zufrieden, mit der Leistung seiner Mannschaft: „Im spielerischen Bereich hapert es schon noch, da müssen wir uns deutlich verbessern. Man muss aber auch bedenken, dass wir erst in der zweiten Woche der Vorbereitung sind und neue Dinge ausprobieren. Da kommen solche Vorbereitungsturniere gerade recht, um auch allen Spielern die Einsatzzeit zu bieten und ihnen diese Chance gibt, sich beweisen zu können.“

Neben dem Finale fand zuvor auch noch das Spiel um Platz Drei statt. Auch hier gab es mit Grün-Weiß Mausbach gegen SV Breinig ein Stolberger Lokalduell. Die Mausbacher aus der Kreisliga C waren ja die Überraschungsmannschaft des Turniers und kämpften sich bis in die Finalspiele. Im „kleinen Finale“ musste die Mannschaft gegen die Breiniger, die mit ihrer Zweitvertretung antraten, dann den anstrengenden beiden Turnierwochen aber Tribut zollen. Nachdem der A-Ligist Breinig mit einer 2:0 Führung in die Pause ging, sorgten sechs weitere Treffer in Hälfte zwei für sehr deutliche Verhältnisse.

Für einen großen Zuschauerandrang sorgten auch die beiden Halbfinalspiele zwei Tage zuvor. Denn dort kam es mit dem Spiel VfL Vichttal gegen den SV Breinig zum Duell der beiden Stolberger Rivalen. Dieses Duell wurde nach 90 torlosen Minuten erst im direkt darauffolgenden Elfmeterschießen entschieden. Vom Punkt behielt die Elf vom Vichter Dörenberg die Nerven und siegte mit 4:2. Im zweiten Halbfinale setzte sich der Gastgeber SG Stolberg souverän gegen Grün-Weiß Mausbach mit 3:0 durch.

Rundum gelungenes Turnier

Spannende Spiele, viele Tore und zumeist gutes Wetter, der BSR-Cup hätte für den Veranstalter SG Stolberg kaum besser verlaufen können. Zufrieden mit dem Ablauf des Turniers zeigte sich auch der Vorsitzende der Spielgemeinschaft, Axel Wirtz: „ Wir haben von allen Seiten eine durchaus positive Resonanz erhalten. Das spiegelt sich vor allem in den Zuschauerzahlen und der Tatsache, dass sich sehr schnell 16 Mannschaften für das Turnier angemeldet haben, wider. Verantwortlich für einen reibungslosen Turnierverlauf waren an erster Stelle alle Ehrenamtlichen, die in den zwei Turnierwochen für Verpflegung, eine perfekte Organisation und alles was dazu gehört, gesorgt haben.“

Egal ob Vorstand, die zweite Mannschaft oder auch die Jugendabteilung, alle haben mitgeholfen. Mit dem erfolgreich durchgeführten BSR-Cup ist Wirtz auch im sechsten Jahr der Fusion der beiden Vereine Adler Werth und SV Gressenich zur SG Stolberg überzeugt, dass sich die Zusammenlegung mehr als gelohnt hat.

Beide Plätze halten

Axel Wirtz brachte es am Ende auf den Punkt: „Wir haben derzeit einen Naturrasenplatz und einen neuen Kunstrasenplatz. Die optimale Lösung wäre es, beide Plätze halten zu können. Da führen wir schon Gespräche mit der Stadt. Jedenfalls ist das Niveau durch die Fusion im Verein deutlich gestiegen und auch die Zuschauerzahlen sind seitdem größer geworden. Sollten zwei Mannschaften alleine keine Zukunft mehr sehen, kann ich eine Fusion also nur wärmstens empfehlen.“

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