Stolberg - Schon 1056 Stolberger gestalten ihre Stadt aktiv mit

Schon 1056 Stolberger gestalten ihre Stadt aktiv mit

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Der Erste Beigeordnete der Stadt, Robert Voigtsberger (l.), und Inklusionsbeauftragter Lukas Franzen machen sich für ein „soziales Stolberg“ stark.

Stolberg. Mit dem Fragebogen für die Sozialplanung in Stolberg haben die Bürger die Gestaltung ihrer eigenen Stadt seit Mitte Dezember vergangenen Jahres selbst in der Hand. Denn sie sollen in einem Online-Fragebogen abstimmen und der Stadt mitteilen, wo in den verschiedenen Ortsteilen der Schuh drückt.

Weniger als vier Wochen ist der Fragebogen nun online – vierstellig ist inzwischen die Zahl derer, die den Fragebogen bereits ausgefüllt haben. Exakt 1056 ausgefüllte Fragebögen – 850 davon vollständig – zählte das „Institut für Sozialplanung und Organisationsentwicklung (Inso)“ aus Essen, das die Bürgerumfrage für die Kupferstadt Stolberg erstellt hat.

Ausgewertet werden die Ergebnisse der Umfrage im ersten Sozialbericht der Kommune, die in Verbindung mit einem umfangreichen Datenteil den Handlungsbedarf in den Ortsteilen beschreiben und belegen sollen. Der Sozialbericht liefert die Basis für den Einstieg in eine strategische Sozialplanung, mit der Ortsteile gezielt weiterentwickelt und gefördert werden sollen – nicht zuletzt mit Geldern aus Fördertöpfen des Landes NRW und der EU.

Bereits wenige Tage nach dem Start der Bürgerumfrage war das Institut Inso „sehr positiv überrascht“ ob der großen Resonanz. Und auch die Halbzeitbilanz der Aktion fällt positiv aus. „Setzt sich die Entwicklung in den nächsten Wochen fort, ist es nach Einschätzung des Instituts sogar realistisch, am Ende von einem repräsentativen Ergebnis sprechen zu können“, sagt Robert Voigtsberger, 1. Beigeordneter der Stadt Stolberg.

Zusätzlich müssten neben der Auswertung der Online-Fragebögen noch die Papier-Fragebögen berücksichtigt werden, die die Bürger in den vergangenen Wochen etwa auf der Stolberger Burg im Rahmen der Kupferstädter Weihnachtstage und auf dem Wochenmarkt auf dem Jordansplatz ausfüllen konnten.

Einfluss auf das Ergebnis wird außerdem noch die Expertenkonferenz am 2. Februar haben. Über 300 Vertreter aus den Bereichen Schule, Jugendarbeit, Senioren, Migration, Sport, Soziales, Politik und Kultur hat die Stadt zu dieser Veranstaltung im Rathaus eingeladen.

„Ziel ist es, fachübergreifend über die Herausforderungen in den Ortsteilen der Kupferstadt zu diskutieren“, sagt Voigtsberger. „Die Menschen, die vor Ort leben, arbeiten oder sich ehrenamtlich engagieren, möchten wir als Experten ihrer Ortsteile von Anfang an in den Prozess der Sozialplanung einbeziehen.“

Auch in Sachen Bürgerumfrage lässt die Kupferstadt trotz der jetzt schon übertroffenen Erwartungen nicht locker. „Um bestimmte Zielgruppen noch besser erreichen zu können, werden wir die Fragebögen in den nächsten Wochen gezielt auf weiteren Veranstaltungen verteilen“, sagt Lukas Franzen, der als Inklusionsbeauftragter der Kupferstadt das Projekt Sozialberichterstattung koordiniert.

Die nächste Möglichkeit, die Umfrage auszufüllen, besteht am Samstag bei der Fußball-Hallenstadtmeisterschaft in der Turnhalle des Stolberger Goethe-Gymnasiums, wo die Stadt die Fragebögen auf der Tribüne auslegen wird.

Aber auch die Senioren sollen angesprochen werden. Deshalb will Franzen in den nächsten Tagen auch gezielt auf Seniorentreffs und -einrichtungen zugehen und anbieten, die Fragebögen auch dort zu verteilen. Interessierte Seniorentreffs, Pflegeeinrichtungen, aber auch Vereine und Initiativen können sich aber auch direkt an Franzen wenden unter Telefon 02402/13521 oder lukas.franzen@stolberg.de, um Fragebögen zu erhalten. Wer keine Einladung für die Expertenkonferenz am 2. Februar (ab 17.30 Uhr) im Rathaus erhalten hat, kann sich ebenfalls bei dem Inklusionsbeauftragten dafür anmelden.

Die Online-Bürgerumfrage wird noch bis mindestens 31. Januar unter www.stolberg.de oder direkt unter www.umfrage-stolberg.in-s-o.de abrufbar sein.

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