Schnelles Internet im Gewerbegebiet Camp Astrid

Von: -jül-
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Ab sofort ist schnelles Internet im Gewerbegebiet Steinfurt zu beziehen. Den obligatorischen Schalter drücken Michael Eßers, Tim Grüttemeier, Andreas Schneider und Nathalie Malekzadeh (v.l.). Foto: J. Lange

Stolberg. „Wir überlegen derzeit, wo das nächste Gewerbegebiet entstehen soll“, antwortet Tim Grüttemeier auf die Medienanfragen, welches Gewerbegebiet als nächstes mit Breitband versorgt werden soll. Denn nachdem mittlerweile das Gewerbegebiet Steinfurt über schnelles Internet verfügt, ist seit Dienstag Camp Astrid auf schnellstem Wege mit dem weltweiten Netz verbunden.

Die Kupferstadt konzipiert angesichts der starken Nachfrage, so der Bürgermeister weiter, mit Blick auf die Sicherung des Wirtschaftsstandortes das nächste große Gewerbegebiet in Stolberg.

Zehn Jahre nach dem Start der Vermarktung ging‘s in den letzten Monaten dann doch sehr zügig mit dem technischen Sprung in die Neuzeit. Ebenso wie vor gut einem Jahr in der Steinfurt hat die Kupferstadt NetAachen als Partner für den Netzausbau in dem ehemals belgischen Militärlager gewinnen können. Gemeinsam mit der Infrastruktur der EWV-Tochter Regionetz und der Euregio-Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) wurde das gesamte Areal durch die Nutzung von bestehenden Trassen und Leitungen mit punktuellen Eingriffen in die Oberfläche ans schnelle Internet gebracht. „Neben laufenden Kosten haben wir gut 50.000 Euro investiert“, sagt Andreas Schneider. „Die Leistungsstärke beträgt bis zu 100 Mbit/sec“, erklärt der Geschäftsführer der NetAachen GmbH.

Sie hat für die Ertüchtigung des Gewerbegebietes auf die Technologie zurückgegriffen, die der Mitbewerber beim Breitbandausbau im Stadtgebiet anwendet: „Fibre to the Curb“, also Glasfaser an den Randstein. Von der Rhenania­straße aus, wo auch die EVS-Zentrale im Hauptbahnhof einen Glasfaseranschluss erhielt, wurde diese leistungsfähige Leitung bis ins Gewerbegebiet in Höhe der Abzweigung zum „Filetstück“ an der Bahnlinie gezogen. Die letzten Meter zum Kunden werden mittels Vectoring über Kupferkabel absolviert. Angesichts des über 32 Hektar umfassenden Gebietes mit gut 23 Hektar Gewerbeflächen hat diese Technologie allerdings auch ihre Grenzen. Am hinteren Zaun zum Eschweiler Stadtgebiet werden „wohl noch 25 bis 50 Mbit/sec ankommen“, gesteht Schneider ein. „Aber auf Wunsch können wir in Camp Astrid jeden Kunden mit einem eigenen Glasfaseranschluss versehen, so dass ein fast unbegrenztes Leistungsspektrum möglich ist“, erklärt der NetAachen-Geschäftsführer.

„Das ist eine gute Nachricht für unsere ansiedlungswilligen Unternehmen“, erläutert Michael Eßers. „Die Frage nach der verfügbaren Internet-Bandbreite kommt heutzutage direkt nach der nach Kaufpreis und Lage des Grundstückes“, verrät der Camp-Astrid-Geschäftsführer aus der Verhandlungspraxis. Und die verspreche für dieses Stolberger Gewerbegebiet eine steigende Nachfrage. „Nach schwacher Resonanz in den ersten Jahren ist Camp Astrid zu einer gefragten Adresse geworden“, sagt Wirtschaftsförderin Nathalie Malekzadeh. „18 Unternehmen haben sich für eine Ansiedlung entschieden, 16 haben Flächen reserviert und vier stehen vor einem Vertragsabschluss“, bilanziert Eßers. Denen wird nun „gehobener Standard geboten“, so Andreas Schneider zum schnellen Internet. „Diese Kapazitäten hat noch längst nicht jedes Gewerbegebiet“.

Dem winken neben den neuen technischen Standards interessante strukturelle Perspektiven. In Zusammenarbeit mit dem Kraftwerksstandort Weisweiler konzipiert die Kupferstadt ein Logistikzentrum für den regionalen Güterumschlag zwischen Schiene und Straße. Über 4,3 Hektar Gewerbefläche im Camp Astrid können dabei von einem direkten Gleisanschluss profitieren – so wie die belgischen Streitkräfte in Deutschlang dort ihren kompletten Umschlag erledigt haben.

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