Stolberg - Schnellere Lösung für Bahnsteige

Schnellere Lösung für Bahnsteige

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Den Hauptbahnhof kennen sie bestens - beruflich, privat und politisch: Hildegard Nießen und Harry Voigtsberger sind im Laufe ihrer Karriere regelmäßig von der Rhenaniastraße nach Düsseldorf in den Landtag oder nach Köln zum Landschaftsverband gefahren.

Der Hauptbahnhof prägt und bleibt selbst dann noch in Erinnerung, wenn die aktive Zeit als Landtagsabgeordnete seit sechs Jahren Geschichte und der Stuhl des Landesdirektors mit dem Sitz des Ministers für Städtebau und Verkehr getauscht ist.

„Harry Voigtsberger hat den Geruch noch in der Nase” scherzt Dieter Wolf über die bleibende Erinnerung. Damit unterstreicht der SPD-Fraktionsvorsitzende aber eigentlich nur, dass der neue Minister ein genauer Kenner Stolberger Probleme.

Schließlich trat der Aachener 1999 hier an, um Bürgermeister zu werden. Während mittlerweile das Gebäude saniert wird und zukünftig als zentraler Betriebssitz der EVS die Drehscheibe des regionalen Schienenverkehrs sein wird, ist ein Bahn-Problem erhalten geblieben: die Bahnstiege ohne barrierefreiem Zugang, aber in einem bemitleidenswerten Zustand.

„Offene Türen eigerannt”

Genau dieses Problem war eines der wichtigsten, dass Hildegard Nießen gemeinsam mit Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt am Rande des Düsseldorfer Plenums mit Minister Harry Voigtsberger und seinem Staatssekretär Horst Becker (Grüne) intensiv erörterten.

„Während im kommenden Jahr für den Ringschluss der Euregiobahn zwischen Alsdorf und Stolberg ein neues Gleis bis zum Hauptbahnhof gebaut wird, soll der Zustand des mittleren Bahnsteigs auf Jahre bleiben wie er ist”: ein Zustand, der Nießen ein Dorn im Auge ist.

Aus ihrer Sicht „ein ungelöstes Problem der alten Regierung”. Denn die verabredete mit der Deutschen Bahn, dass sich der heutige Zustand im Rahmen deren Modernisierungsoffensive erst nach 2014 ändern könnte.

„Das ist aus Sicht Stolbergs und der Reisenden eine schlechte Zeit-Abfolge”, betont Nießen. Denn es gibt zwischen dem neuen Euregiobahnsteig und dem der Deutschen Bahn „einige Berührungspunkte”, so Nießen. Bestes Beispiel dafür ist der Aufzug, mit dem zukünftig Reisende das Hauptgleis barrierefrei erreichen können sollen.

Angesichts der Problemlage auf der einen und des engagierten Netz- und Gebäudeausbaus durch die EVS auf der anderen Seite rannten die Stolberger SPD-Parlamentarier bei Minister und Staatssekretär „offene Türen ein”. Voigtsberger und Becker reichten den konkreten Auftrag an ihre Ministerialbürokratie weiter, mit der Deutschen Bahn über eine schnellere Lösung für Stolberg zu verhandeln. Die Modernisierung der Bahnsteige soll vorgezogen werden in das aktuelle Ausbauprogramm. Eine Entscheidung soll bereits in Kürze erfolgen.

„Das ist ein Riesenschritt für Stolberg”, würdigen Nießen und Wolf die Bereitschaft des Ministers und des Staatssekretärs, eine bereits verabschiedetes Ausbaukonzept noch einmal zu novellieren.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert