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Schnell zur A4: Zweiter Abschnitt der L238 fast fertig

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:
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Der zweite Bauabschnitt der L 238n vom Anschluss an die Autobahn 4 bis zur Phönixstraße ist fast fertig. Offen ist, ob die Weiterführung bis Stolberg gelingt. Foto: O. Hansen

Stolberg/Eschweiler. Wer von Stolberg aus die Autobahnanschlussstelle Eschweiler ansteuert, wird schon bald etwas zügiger voran kommen. Sollte es bei der milden Witterung bleiben, könne der zweite Bauabschnitt der Umgehungsstraße L238n im Mai frei gegeben werden, teilte Arndt Meyer vom Landesbetrieb Straßenbau auf Anfrage mit.

Seit Monaten sind die Baufahrzeuge auf besagter Trasse mit Erdarbeiten beschäftigt. Die Straße wird am Ende eine Fahrspur je Richtung haben und etwa sieben Meter breit sein. Parallel dazu wird ein 2,25 Meter breiter Radweg verlaufen.

Vier Prozent Steigung

Die Straße muss einen ziemlich hohen Hügel überwinden. Die Steigung liegt bei mehr als vier Prozent, verrät Meyer. Wohl auch wegen der vielen Kurven und des starken Gefälles wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h reduziert. Rund 19.000 Fahrzeuge werden die L238n täglich passieren. Für das Straßenbauprojekt hat das Land rund 5,2 Millionen Euro ausgegeben.

Der 2. Bauabschnitt der neuen Ortsumgehung mündet, von der A4-Auffahrt in Eschweiler kommend, auf der Phönixstraße. Von dort sollte es eigentlich über den 3. Bauabschnitt durch die Indeaue weiter Richtung Vegla und Stolberger Bahnhof gehen. Von drei möglichen Varianten des Straßenverlaufes wurde bereits eine ausgewählt.

Doch wann der 3. Bauabschnitt verwirklicht wird, steht noch in den Sternen. Einerseits, weil dem Land die Mittel dafür fehlen. Andererseits, weil in der Indeaue zwischen Eschweiler und Stolberg geschützte Tierarten leben. Unter anderem die Gelbbauchunke, der Eisvogel, die Zwergfledermaus, die Wasserfledermaus und der große Abendsegler. „Ein weiteres Problem sind die Grundstücke, die durch den 3. Bauabschnitt tangiert würden“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete, Stefan Kämmerling.

Betroffen wären Wohnhäuser, die EVS-Gleise und ein Schotterwerk, bis es auf das Areal von Vegla ginge. Drei mögliche Varianten für den dritten Bauabschnitt hatte der Landesbetrieb Straßenbau untersucht, übrig blieb am Ende die längste mit 2,1 Kilometern und wohl auch die teuerste.

Die hohen Kosten entstünden nicht zuletzt dadurch, dass die Straße bis zur Mündung auf die heutige L238 bei Steinfurt mit Brücken zweimal über die Inde geführt werden müsste. „Die Straße ist nicht tot, aber die Probleme sind eben noch sehr groß“, wirbt Kämmerling um Geduld. „Ich werde auf alle Fälle weiter für den dritten Bauabschnitt kämpfen.“ Hier seien allerdings auch die Bürgermeister von Stolberg und Eschweiler gefordert, Gespräche mit den Grundstückseigentümern zu führen.

„Über den Haufen geworfen“

Auch der CDU-Landtagsabgeordnete, Axel Wirtz, hat so seine Zweifel, dass der dritte Bauabschnitt der L238n zeitnah gebaut wird: „Die Landesregierung hat die alte Prioritätenliste über den Haufen geworfen. Und da war die L238n mit betroffen.“ Aber zu den Akten legen dürfe man das Projekt auf keinen Fall: „Das wäre ja ein Schildbürgerstreich. Die Straße wird durch den zweiten Bauabschnitt ja schon attraktiver. Die Anwohner von Pumpe und Stich haben jetzt über Jahre noch mehr Verkehr vor ihrer Haustüre. Das ist eine irrsinnige Entscheidung.“

Die Zeit sollte man jetzt wenigstens schon einmal dafür nutzen, den 3. Bauabschnitt neu zu planen, so Wirtz. „Die Straße ist der Hauptanschluss für Stolberg an die Autobahn 4 und wird schon seit 20 Jahren geplant, ohne dass sie je komplett fertig wird.“ Gleiches müsse man wohl für den Autobahnanschluss bei Eilendorf befürchten.

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