Schneewittchen, ein Apfel und die acht Zwerge

Von: Milena Sous
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Mission Schneewittchen retten:
Mission Schneewittchen retten: In dem Stück „(K)ein Apfel für Schneewittchen” der Theatergruppe Applaus muss die Schöne nicht sterben. Foto: Milena Sous

Stolberg. „?und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.” Und aus ist das Märchen. Wirklich? Nun ja, in den meisten Fällen schon.

Doch so einfach wollten es sich die Mitglieder der Theatergruppe „Applaus” des Eifel- und Heimatvereins Breinig nicht machen: In dem von ihnen inszenierten Theaterstück „(K)ein Apfel für Schneewittchen” nimmt die Handlung des altbekannten Märchens eine ganz neue und unverhoffte Wendung, mit der jedoch leider nicht alle Beteiligten einverstanden sind.

Zu Beginn steht der Theatergeist (Jan Vanderheiden) vor einem großen Problem: Die Hauptdarstellerin des Stücks, Stefanie (Antonia Schwaderlapp), weigert sich wegen eines Streits mit ihrem Bruder Alex (Christian Frings), die Bühne zu betreten. Nur gegen drei freie Wünsche bei dem Theatergeist begibt sich auch Stefanie auf die Bühne, und lässt sich gemeinsam mit ihrem Bruder von ihrer Mutter (Marie Vanderheiden) „Schneewittchen” vorlesen. Trotz Ermahnung des Theatergeistes, beim Wünschen aufzupassen, wünscht sich Stefanie zusammen mit ihrem Bruder in die Märchenwelt, wo sie von einem gemeinen Plan der bösen Königin (Katrin Freialdenhoven) gegen Schneewittchen erfahren: Die Königin ist eifersüchtig auf Schneewittchen und will sie mit einem vergifteten Apfel töten.

Stefanie und ihr Bruder fassen einen Plan: Um die zukünftige Prinzessin zu retten, vertauschen sie die Äpfel, sodass Schneewittchen ( Maria Sophie Creutz), die trotz der Warnungen ihrer acht Zwerge (Luisa Keus, Cedric Nobis, Jana Jansen, Sebastian Ostlender, Luca Völl, Nina Jansen, Svenja Völl, Simon Nobis) in den vermeintlich vergifteten Apfel, nicht stirbt.

Entgegen der Erwartungen der Geschwister Stefanie und Alex ist weder Schneewittchen selbst, noch ihr Traumprinz (Sarah Jansen) über diese Wendung erfreut. „Das hält ja der beste Prinz nicht aus”, ruft der Prinz entzürnt. Die plötzlich auftauchende böse Königin schwört ihnen Rache: „Zur Strafe werde ich mit euch Hänsel und Gretel spielen!”.

Die verängstigte Stefanie reagiert schnell und wünscht sich, dass alles wieder rückgängig gemacht wird. Und wirklich, letztendlich bekommt die ganze Geschichte ein Happy-End und alles ist wie immer in der Märchenwelt. Nur die zehnjährige Stefanie kommt zu dem Fazit: „Märchen sind doch schließlich was für Kinder!”.

Das Stück der Theatergruppe „Applaus” unter der Regie von Uschi Faust, Katrin Freialdenhoven und Bettina Völz bot bei den Aufführungen am vergangenen Wochenende im Kulturzentrum Frankental Unterhaltung für Groß und Klein. Für besondere Lacher im Publikum sorgten die Einsätze von modernen Ausdrücken und Sätzen, die einen lustigen Kontrapunkt zu jedem klassischen Märchen setzten.
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