Schnee schippen und Streuen sind Bürgerpflichten

Von: lkf
Letzte Aktualisierung:
9164598.jpg
Nicht immer bereitet Schnee schippen so viel Freude, wie sie der junge Mann auf unserem Bild zu haben scheint. Foto: stock/Westend61

Stolberg. Zwischen 7 und 20 Uhr sind Schnee und Eis unverzüglich zu beseitigen, sobald der Schneefall aufgehört hat – so steht es in der Satzung über die Stadtreinigung der Stadt Stolberg. Und auch die Zeit nach 20 Uhr ist klar geregelt. Schnee, der danach gefallen ist, muss am nächsten Tag bis 7 Uhr werktags und 9 Uhr sonn- und feiertags entfernt werden.

Die Pflicht, seine Gehwege von Schnee und Eis zu befreien, macht auch bei älteren Menschen, Berufstätigen oder Urlaubern keine Ausnahme. „Der Winterdienst muss geregelt sein“, sagt Sven Poschen, stellvertretender Leiter des Stolberger Ordnungsamts. Wenn es einem selbst also – aus welchen Gründen auch immer – nicht möglich sei, das Schneeschippen und Streuen am eigenen Haus zu übernehmen, müssten etwa die Nachbarn gefragt oder zur Not auch ein Hausmeisterservice engagiert werden. Aber Poschen ist überzeugt: In den meisten Fällen funktioniere die Nachbarschaftshilfe doch ohne Probleme.

Die andere Seite – Fälle, in denen der Winterdienst vor der eigenen Haustür nicht funktioniert – kennt der stellvertretende Amtsleiter jedoch ebenso gut. „Vor allem in den Jahren, in denen wochenlang Schnee fiel, haben sich immer wieder Anwohner über Gehwege, die nicht frei waren, beschwert.“

In diesen Fällen wendet sich das Ordnungsamt stets an die Hauseigentümer. „Wir geben jedem aber die Möglichkeit, etwas zu ändern, bevor ein Bußgeld erhoben wird“, betont Poschen. Sollten die Eigentümer der Aufforderung dann immer noch nicht nachkommen, werde ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro fällig.

Was viele nicht wissen: Zwar muss der Bürgersteig vom Eis befreit werden. Streusalz ist dabei aber nur in Ausnahmefällen erlaubt. „Vorrangig sollten sogenannte abstumpfende Mittel benutzt werden“, sagt Sven Poschen. Gemeint sind damit verschiedene Granulatarten oder Splitt. Diese beseitigen Schnee und Eis zwar nicht gänzlich, können die Rutschgefahr jedoch auch minimieren. Salz dürfe dagegen nur an steilen Stellen, etwa an Treppenaufgängen oder im Falle von Eisregen gestreut werden, sagt Poschen. Der Grund: Boden- und Fassadenschäden sowie Beeinträchtigungen des Grundwassers soll auf diese Art vorgebeugt werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert