Schmuckstück wird zur Ruine

Von: argo
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Stolberg-Münsterbusch. Aus einem Schmuckstück der Industriearchitektur ist ein Schrotthaufen geworden - und ein gefährlicher dazu.

Seit 1998 liegt das Gebäude der ehemaligen Kartonagenfabrik Hoyer in Münsterbusch leer. Der Bau ist in einem ruinösen Zustand, rundum türmen sich Müll und Glasscherben.

Das Eschweiler Unternehmen APB Immobilien hatte große Pläne mit dem Gelände an der Prämienstraße. Noch vor zwei Jahren war die Rede davon, ein Dienstleistungszentrum dort einzurichten, mit Ateliers, Arzt- und Rechtsanwaltspraxen.

Kein Vermarktungspotenzial

Diese Pläne liegen auf Eis. Stephan Lehnen, Geschäftsführer der APB Immobilien, sagte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass derzeit kein Vermarktungspotenzial vorhanden sei. Und: „Es ist auch nicht absehbar, dass sich daran bald etwas ändern wird.”

Eines hat sich aber schon geändert: Auf dem Gelände hat die Aachener Firma Unity Grundbesitz und Investition (UGI) zwei Doppelhäuser und ein Mehrfamilienhaus gebaut. Die Anwohner sind froh über ihr schmuckes neues Zuhause - aber auch sauer über die Zustände vor Ort.

Einige von ihnen beklagen sich über Bauschutt, Müll und Glasscherben auf dem ehemaligen Hoyer-Gelände, vor allem aber über die eklatanten Sicherheitsmängel. Kinder und Jugendliche würden sich in der alten Fabrik herumtreiben, erzählen sie, in der ungesicherten Ruine bestehe für sie eine große Gefahr.

Beim Stichwort APB fällt manchem Stolberger auch der Kupferhof Rosental ein. Hier ist die Situation seit mehreren Jahren ähnlich: Ein schmuckes Gebäude, allmählich dem Verfall anheimfallend. Und auch hier gibts, so räumt Stephan Lehnen ein, wenig Aussicht auf Besserung.

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