„Schmiedeweihnacht”: Auch Weltmeister geben sich die Ehre

Von: Heike Eisenmenger
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Die Schmiedeweihnacht an diesem Wochenende ist mehr als nur eine Attraktion im Rahmen der „Kupferstädter Weihnachtstage”: Sie findet auch in Gedenken an Matthias Peters statt. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Ob ein fettarmer Joghurt den Teilnehmern der „Schmiedeweihnacht” zum Frühstück reichen wird, ist eher unwahrscheinlich. Da braucht es schon ordentlich Kohlenhydrate, um einen schweren Hammer über Stunden schwingen zu können.

Die Schmiedeweihnacht ist eine der ganz besonderen Attraktionen im Rahmen der Kupferstädter Weihnachtstage und findet an diesem Samstag und Sonntag statt.

Dafür werden auf dem Kaiserplatz Zelte aufgestellt, die die Schmiede und die Feuerstellen vor Regen und starkem Wind schützen sollen. Bereits in der Vergangenheit kam das Schauschmieden beim Publikum bestens an, zumal sich bei der Schmiedeweihnacht auch die Gelegenheit bietet, ein nicht alltägliches Weihnachtsgeschenk zu erwerben. Denn jeder Teilnehmer präsentiert seine Arbeiten nach Fertigstellung an einem kleinen Verkaufsstand.

Auf dem Programm stehen an beiden Tagen Schmiedevorführungen, zum Beispiel zu den Themenbereichen Floristik mit Eisen, Kupfertreiben sowie im Nachschmieden des Stia-Weltmeisterstücks mit dem belgischen Siegerteam. Und wer will, darf - auch das macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus - gerne selbst einmal den Hammer mit lauten Getöse auf den Amboss niedersausen lassen.

Zur Mannschaft, die in diesem Jahr den Weltmeistertitel geholt hat, gehören Luc Vandecasteele, Antoine Bauwens, Raoul De Bosscher, Andy Vermeersch und Joseph Decrane. Die niederländische Zunft wird durch Ron van Loorbeck, Puk von de Ruijt und Cees Pronk präsentiert. Pronk ist der Präsident des „Internationalen Fachverbandes gestaltender Schmiede” (IFGS) und ein häufiger Gast in der Kupferstadt.

Eine Demonstration

Im Zeichen der schwarz-rot-gelben Fahne werden Adi Radermacher und Lars Potente aus Stolberg samt ihrer Mitarbeiter Schmiedekunst demonstrieren. Das Duo ist auch wieder maßgeblich an der Organsiation der Schmiedeweihnacht beteilgit.

Ein Name fehlt zwar auf der Teilnehmerliste, aber er ist trotzdem beim Schmieden dabei - in einem bestimmten Sinne zumindest: Die Schmiedeweihnacht ist das Vermächtnis von Matthias Peters, der vor zwei Jahren einem Krebsleiden erlegen war. Dass es die Schmiedeweihnacht, die Kupfermeistertreffen und die Schmiedetreffen geben, ist vor allem sein Verdienst.

Am Wochenende geht es nicht nur um Werbung für die Stadt und eine Attraktion auf dem Weihnachtsmarkt: Die Schmiede, die sich in Stolberg treffen, verbindet auch eine lange Freundschaft. Das harmonische Miteinander, die Freude daran, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, aber auch das Wissen, dass die Schmiedeweihnacht genau nach dem Geschmack von Matthias Peters war, ist ihre Antriebsfeder.

Geschmiedetes für Heim und Garten

Die Schmiedeweihnacht findet am Samstag und Sonntag von 14 bis 20 Uhr auf dem Kaiserplatz statt. Es werden Zelte aufgebaut, damit die Schmiede unabhängig von der Witterung ihre Arbeit machen können.

Parallel gibt es eine Verkaufsausstellung mit einem Querschnitt der Schmiedearbeiten. Angeboten werden beispielsweise ungewöhnlich gestaltete Korkenzieher, physikalische Spielereien sowie Accessoires für Heim und Garten.

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