Schlamperei an Stolberger Baustellen?

Von: -jül-
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Stolberg. „Wir sind immer dankbar für Hinweise, die uns Bürger geben”, versichert Fachbereichsleiter Josef Braun, dass die Verwaltung diesen nachgehe und gegebenenfalls Mängel abstelle. Das gelte auch für Ratsmitglieder, die als ehrenamtliche Sicherheits- und Gesundheitskoordinatoren tätig werden, aber wie Aufsichtsratsmitglieder direkt ihren Verwaltungsvorstand informieren könnten.

Sowohl beim Kanalbau Mausbach wie auch beim Ausbau der Schulbushaltestelle an der Walther-Dobbelmann-Straße „sind wir sofort tätig geworden”, ist Braun wenig begeistert von der Art und Weise, wie der CDU-Ratsmann Klaus-Friedrich Kratz mit möglichen Mängeln Öffentlichkeitsarbeit betreibe.

„Schlamperei auf Stolberger Baustellen”, ist dessen jüngste Presseerklärung überschrieben, in der er der Stadt „katastrophale Baustellenabsicherungen” zur Last legt - auch und besonders im Bereich von Schulwegen.

Die Stadt verstoße gegen einschlägige Vorschriften und vernachlässige ihre Überwachungspflicht, so dass es auch zu Haftungsansprüchen kommen könne, attackiert Kratz. Aktuelles Beispiel sei die Schulbushaltestelle auf der Liester, die teilweise nur mit Flatterband oder gar nicht abgesichert sei.

„Das mag zwar nicht 100 Prozent nach der reinen Lehre sein, aber die Absperrung ist deutlich und die Baustelle ausreichend abgesichert”, hält Braun entgegen. Wer die Absperrungen ignoriere, wisse, was er tue. Die Anmerkungen von Kratz zur Kanalabaustelle in Mausbach seien dagegen „nicht ganz zu unrecht” erfolgt, unverzüglich sei nachgebessert worden. Das habe zur Folge gehabt, dass die Mausbacher deutliche Umwege hätten in Kauf nehmen müssen.

Doch mangelnde Akzeptanz von Absperrungen in der Bürgerschaft führe auch schnell zur Selbsthilfe, zeichnet Braun den Grad zwischen Theorie und Praxis. Denn immer wieder komme es bei drastischen Absperrungen vor, dass sich die Bürger einfach den Weg freiräumen - so wie jüngst an der Schneidmühle.
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