Schlagzeuger der „Zillertaler” bekommt keinen Schadensersatz

Von: Jürgen Lange und Heike Eisenmenger
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Ralf Sauer, Vorsitzender der Breiniger Hahnen und hier mit Freundin Birgit Kohlen zu sehen, hofft, dass das Kapitel „Zillertaler” jetzt endgültig abgeschlossen ist. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg/Schwaz. Nach der erfolglosen Klage gegen die Breiniger Hahnen sind die „Zillertaler” auch im zweiten Anlauf gescheitert. Das Gericht im österreichischen Schwaz wies ihre Berufungsklage zurück.

Der Schlagzeuger der Band aus der Alpenrepublik fordert Schadensersatz von den Breinigern, weil er bei einem Auftritt vor zwei Jahren gestürzt war. In erster Instanz war er mit seiner Forderung nach 20.000 Euro vor dem örtlichen Bezirksgericht gescheitert.

Weiterer Widerspruch möglich

Ob der Rechtsstreit mit dem gescheiterten Widerspruch endgültig vom Tisch ist, ist noch offen. Denn „in Österreich gibt es die Möglichkeit, ein zweites Mal Widerspruch einzulegen”, erklärt Ralf Sauer, Vorsitzender der Breiniger Hahnen, die kein eingetragener Verein sind. Deshalb müssten bei einem Schuldspruch die Mitglieder des losen Zusammenschlusses mit ihrem Privatvermögen haften, da die Rücklagen der Hahnen zur Begleichung nicht ausreichen würden.

„Wir müssen die Benachrichtigung des Gerichts in Österreich abwarten”, sagt Sauer und glaubt „persönlich nicht, dass es zu einem weiteren Verfahren kommt, weil die Erfolgsaussichten der Zillertaler zu schlecht sind”. Es seien bereits erhebliche Anwaltskosten für die Zillertaler aufgelaufen, und das Risiko erscheint groß, dass es noch teurer für sie werden könnte.

Hahnenkirmes wird kleiner

Derweil richtet der Vorsitzende den Blick nach vorne. Im kommenden Herbst soll es wieder eine Hahnenkirmes geben. Sie soll allerdings im kleineren Rahmen ausfallen als gewohnt, nachdem in diesem Jahr die Traditionsveranstaltung ausgefallen ist. Dem Vorstand erschien das Risiko zu groß, dass ein Gerichtsvollzieher während der Veranstaltung die Einnahmen konfiszieren könnte, falls die Hahnen vor Gericht in Österreich unterlegen wären.

Die Kosten im Blick haben die Breiniger auch für die Hahnenkirmes 2010, allerdings vor allem wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage. So soll es statt eines großen Festzeltes ein kleineres geben. Damit ändert sich auch der Veranstaltungsort: Statt an der Stefanstraße wird auf dem Parkplatz „Bei Kohlens Pitt” gefeiert.
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