Schießbude der Liga am Sonntag auf Krakau

Von: Lukas Franzen
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Erst zwei Siege haben die Columbianer auf Krakau geschafft. Gegen die Reserve des Eschweiler Fußballvereins soll der dritte her. Foto: L. Franzen

Stolberg. Fünfmal gewonnen, fünfmal verloren, 19 Tore geschos­sen und 19 kassiert. Der FC Columbia Stolberg ist in der neuen Kreisliga C bisher weder Fisch noch Fleisch – nicht schlecht, aber eben auch nicht solide. Co-Trainer Peter Nießen ist dennoch nicht unzufrieden: „Wir sind im Neu-aufbau, und der benötigt Zeit und Fingerspitzengefühl.“

Mit neuem Trainerteam und einem nahezu komplett neuformierten Kader war der leiderprobte Club im Sommer in die neue Saison gestartet. Nachdem Spielertrainer Veysel Igneci sich zu Gunsten des FC Stolberg entschieden hatte, übernahmen Tuncay Kuruoglu und Peter Nießen die 1. Mannschaft der Columbia. Neben früheren Jugendspielern und Fußballern der 2. Mannschaft konnte das neue Trainerteam einige Akteure von Rhenania Eschweiler für den Neustart gewinnen. „Tuncay ist ein erfahrener Spieler, der bereits bei Vichttal, Breinig und Walheim einige Klassen höher gespielt hat“, lobt Peter Nießen seinen neuen Trainerkollegen. Nießen selbst hat bei der Columbia aktuell eine Doppelfunktion inne, denn er trainiert zusätzlich auch noch die 2. Mannschaft.

Seitdem er 2010 von Grün-Weiß Mausbach an den Sportplatz Krakau wechselte, ist viel passiert: 2011, im Jahre des 100. Geburtstags des Vereins, konnten beide Seniorenteams der Columbia noch Aufstiege in die Kreisligen A und die B feiern.

Seit diesem Zeitpunkt ging es jedoch nur noch in die an-dere Richtung, und die Mannschaften wurden in die Kreisligen C und D durchgereicht. Dass dies nicht so bleiben muss, bewies Peter Nießen bei ASA Atsch, seiner ersten Trainerstation. Dort wurde er zweimal hintereinander Meister und schaffte den Durchmarsch von der Kreisliga C in die Kreisliga A.

Dennoch sei der direkte Wiederaufstieg nicht das Ziel in dieser Saison, dämpft der Co-Trainer die Erwartungen. „Wir haben keinen Zwang. Unser Saisonziel sind die Plätze 5 bis 6.“ Von diesem Ziel ist seine Truppe, die momentan auf Platz 7 in der Staffel C3 rangiert, aktuell nicht allzu weit entfernt. „Am Sonntag sollten normalerweise drei Punkte drin sein“, gibt sich Peter Nießen vor dem anstehenden Heimspiel gegen das Tabellenschlusslicht Eschweiler FV II siegessicher.

Alles andere wäre jedoch auch eine Überraschung. Immerhin gastiert am 13. Spieltag die „Schießbude“ der Liga auf Krakau, die bisher pro Spiel im Schnitt mehr als fünf Treffer hinnehmen musste und dabei die wenigsten Tore erzielte.

Was spricht da eigentlich noch gegen die Columbia? Vielleicht ihre Heimschwäche. Denn in sechs Partien auf Krakau gingen die Blau-Weißen bisher erst zweimal als Sieger vom Platz. Verletzungspech sei das, keine Heimschwäche, so Nießen, auf dessen Team vor der Winterpause noch zwei Spitzenteams – Eintracht Warden (1.) und Concordia Oidtweiler II (4.) – warten. Alleine aus diesem Grund dürften Tuncay Kuruoglu und Peter Nießen die drei Punkte gegen den Tabellenletzten am Sonntag (Anstoß 14.30 Uhr) fest eingeplant haben.

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