Schäden am Rasenplatz: Unerwartete Zugabe auf dem Dörenberg

Von: Michael Grobusch
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Eine böse Überraschung hat es nach dem gefeierten Konzert von „Brings” gegeben: Der Rasen auf dem Dörenberg wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Foto: D. Kinkel-Schlachter

Stolberg-Vicht. Für die meisten der rund 3000 Zuschauer war es eine „Superjeilezick”, die sie mit der Gruppe „Brings” am Freitag vor Pfingsten auf dem Vichter Dörenberg erlebt haben. Dem VfL Vichttal als Veranstalter wird nach dem umjubelten Konzert allerdings eine unangenehme Zugabe geboten.

Denn nach dem Abbau haben sich erhebliche Schäden am Rasenplatz offenbart - und der ist im Besitz der Stadt.

„Im Anschluss an den Auftritt ist offenbar mit Lastwagen über den Sportplatz gefahren worden. Durchdrehende Reifen haben dabei Absackungen mit einer Tiefe von bis zu 30 Zentimetern verursacht”, nannte Bernd Kistermann auf Anfrage einen Teil der vorläufigen Bestandsaufnahme. In Mitleidenschaft gezogen wurde demnach auch der Bereich, wo das VIP-Zelt aufgestellt war. Das hat nach Aussage des zuständigen städtischen Fachbereichsleiters zur Folge, dass der Platz aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht vorläufig gesperrt bleibt.

Pünktlich zum Gastspiel von Alemannia Aachen am nächsten Dienstag soll das Geläuf jedoch wieder freigegeben werden. Rund fünf Meter werden dem Spielfeld dann in der Länge fehlen, „die DFB-Normen werden aber eingehalten”, versichert Thorsten Meier, dritter Vorsitzender des VfL und einer der Organisatoren des zurückliegenden Musikevents.

Der Verein hat zwischenzeitlich die beeinträchtigten Stellen in Absprache mit der Verwaltung - zumindest provisorisch - bearbeitet, um die Partie gegen die Schwarz-Gelben vom Tivoli und auch den Ablauf des „Jacobs Automobile Cup” vom 14. bis 28 Juli gewährleisten zu können. „Im Anschluss werden wir uns noch einmal mit den Verantwortlichen treffen und überprüfen, inwieweit es darüber hinaus Reparaturbedarf gibt”, geht Bernd Kistermann davon aus, „dass auch unter der Grasnarbe etwas kaputtgegangen ist”.

Gleichwohl geben sich alle Beteiligten spürbare Mühe, den sprichwörtlichen Ball flachzuhalten. „Ich glaube nicht, dass wir 10 000 Euro erreichen”, beziffert der Fachbereichsleiter seine grobe Schadensrechnung und tritt damit Gerüchten entgegen, in denen von bis zu 50 000 Euro die Rede ist. Auch Thorsten Meier geht davon aus, „dass wir uns im vierstelligen Bereich bewegen”.

Für den Klub dürfte sich das erhoffte Zusatzgeschäft damit erledigt haben. „Wer glaubt, dass man mit einer solchen Veranstaltung große Gewinne erzielt, liegt ohnehin falsch”, betont Meier. Angesichts der unerwarteten Ausgaben für die Reparaturen wird sich der VfL nun wohl mit „einem großen Image-Gewinn und einer tollen Veranstaltung” trösten müssen.

Ob es eine vergleichbare in Zukunft noch einmal geben wird, bleibt abzuwarten. Kistermann wie auch Meier räumen Fehler bei der Genehmigung bzw. Planung ein. „Wir müssen sicherlich in Erwägung ziehen, beim nächsten Mal zusätzliche Auflagen zu machen”, so der Fachbereichsleiter. Dazu könnte zählen, dass der Rasen mit einer speziellen Abdeckung geschützt werden muss. „Wir haben schon ein bisschen Glück gehabt”, stellt der dritte Vorsitzende mit Blick auf das gute Wetter am besagten Freitagabend fest. Dennoch wäre die genannte Auflage für einen Sportverein wie den VfL Vichttal vermutlich nicht zu erfüllen, denn: „Eine derartige Abdeckung kostet für unseren Platz rund 14 000 Euro.”

Bei aller Aufregung gibt Thorsten Meier aber auch zu bedenken: „Auf dem Dörenberg haben wir keinen Stadionrasen, sondern eine Rasensportfläche.” Bleibt zu hoffen, dass das auch den Verantwortlichen der Aachener Alemannia bekannt ist.
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