Saxofonist Ean Gidman: Ein überirdisch leuchtendes Konzert

Von: Heike Eisenmenger
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Ein echtes Erlebnis: Saxophoni
Ein echtes Erlebnis: Saxophonist Ean Gidmann erhebt seinen Auftritt in der Breiniger Kirche St. Barbara zu einer einzigartigen Licht-Musik-Show. Foto: Heike Eisenmenger

Stolberg-Breinig. Die Atmosphäre beim Konzert mit Ean Gidman in der St. Barbara-Kirche am Freitag hatte etwas Überirdisches. Den tosenden Applaus hatte sich der Profimusiker mehr als verdient. Gidman ist ein exzellenter Saxofonist und Querflötenspieler, der seine Musik mit Licht in Szene setzt.

Er präsentierte eine Ein-Mann-Show, bei der einfach alles stimmte: angefangen von der Kulisse, über die musikalische Qualität bis hin zum Licht. Gidman ummantelt seine Musik mit buntem Laserlicht, die Laser fluteten den Altarraum in unterschiedlichen Farben und ließen ihn förmlich erstrahlen. Der Saxofonist war eingehüllt in dieser Licht, er badete förmlich darin. Rot, Grün, Purpur und Blau wechselten sich ab, mal war das Licht sternförmig, dann wabernd wie Nebel oder wie sein Fächer, der sich ausbreitet.

In welchem Takt, in welcher Farbabfolge und Kombination es den Altarraum flutet, hatte Gidman vorab passend zur Musik festgelegt. Er komponiert mit eben nicht nur mit Tönen, sondern auch mit Licht. Es waren so viele Besucher gekommen, dass nicht jeder einen Sitzplatz fand, obwohl noch eilig Stühle neben den voll besetzten Bänken aufgestellt worden waren. Aber das machte nichts: Ob stehend oder sitzend - die Licht-Musik-Show zu erleben, war ein Ereignis. Erfreulich war auch, dass der Eintritt frei war, denn Gidmann vertraut allein auf die Gunst der Zuhörer.

Der Wahl-Euskirchener tritt bevorzugt in Kirchen und Burgen auf. „Die Akustik ist dort optimal und die Atmosphäre ist einfach wunderbar für meine Show”, sagte Gidman, der in Manchester aufwuchs. Sein Großvater ein bekannter Hornist in England. Auch Gidmann hat Horn sowie Querflöte in London studiert. Er war der jüngste Student, der jemals ein solches ein Studium absolviert hat. Seit vielen Jahren jedoch gilt seine Liebe dem Saxofonspiel.

In der Wahl der Musikstücke ist Gidman offen, er baut in sein Programm Bach-Komposition ebenso wie moderne Popcharts ein. Bei seinem Konzert in Breinig spielte der Profimusiker auf unterschiedlichen Saxofonen und auch die Querflöte kam zum Einsatz. Unterhaltsam war aber auch, was Gidman zwischendurch erzählte - und das mit einem humorvollen Augenzwinkern. Er spielte unter anderem an der Oper „Die Königin von Saba”, „If Tomorrow Never Comes” von Ronan Keating oder Auszüge aus Beethovens 5. Eine Terminübersicht über Gidmans Konzerte gibt es im Internet.
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