Stolberg - Sanierung Prämienstraße: Anliegerstraße oder nicht?

Sanierung Prämienstraße: Anliegerstraße oder nicht?

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
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An verschiedenen Stationen informierte die Stadtverwaltung über Details zur Sanierung der Prämienstraße im Teilstück zwischen Heinz-Kamps-Platz und Mauerstraße. Foto: D. Müller

Stolberg. Die Frage des Abends war: Ist die Prämienstraße im Bereich zwischen Heinz-Kamps-Platz am Münsterbuscher Jugendheim und der Mauerstraße eine Anliegerstraße oder nicht? Die Stadtverwaltung und der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) informierte jetzt die Bürger über die anstehende Sanierung des Teilstücks der Prämienstraße und die damit einhergehenden Anliegerbeiträge, die von den Grundstücksbesitzern gezahlt werden müssen.

Diese fallen, da der Bereich als Anliegerstraße eingestuft ist, höher aus als bei einer Straße mit hauptsächlich Durchgangsverkehr. Was die Anwohner anders sahen.

Bisherige Planung ein Vorentwurf

„Mehr als 50 Prozent der Fahrzeuge sind Durchgangsverkehr“, meinte etwa Bernd Engelhardt. Seiner Einschätzung stimmte auch Josef Braun zu. Der ehemalige Fachbereichsleiter für den operativen Baubereich in der Kupferstadt nannte die Anwohner von Foxiusstraße, Rotdornweg und Bachstraße als Beispiele dafür, dass die Prämienstraße von mehr Durchgangsverkehr als von Ziel- und Quellverkehr genutzt werde, und daher nicht als Anliegerstraße kategorisiert werden könne.

Der im Ratssaal aufkeimenden Diskussion ein schnelles Ende setzte der Leiter des Amtes für Immobilienmanagement und technische Infrastruktur Bernd Kistermann, indem er zusagte: „Es wird eine Verkehrserhebung erfolgen, um die Einstufung als Anliegerstraße zu prüfen.“

Bis dahin beziffert sich der umlagefähige Aufwand der Sanierungsmaßnahme auf rund 871.000 Euro, die nach dem Kommunalabgabengesetz für Nordrhein-Westfalen von den Grundstücksbesitzern an der Prämienstraße zwischen Mauerstraße und Heinz-Kamps-Platz getragen werden müssen.

„Bei durchschnittlicher Bebauung und Nutzung reden wir von 3000 bis hin zu 20.000 Euro“, spannte Detlef Werry von der Verwaltung den Kostenrahmen.

Wie hoch der jeweilige Anliegerbeitrag genau sei, hänge von der Grundstücksgröße sowie der Geschossigkeit der Bebauung ab und davon, ob gewerbliche Nutzung im Spiel ist.

Welche Kosten die Eigentümer konkret vier Jahre nach Beendigung der Baumaßnahme zahlen müssen, konnten sie individuell im Ratssaal erfahren.

Zuvor stellten Experten des Aachener Ingenieurbüros „GE HA“ die Vorentwurfsplanung für Kanal- und Straßenbau vor. Während der Kanalbau von September bis Dezember diesen Jahres erfolgen soll, sind die Straßenbaumaßnahmen von Januar bis Juli 2017 anvisiert.

Der Technische Dezernent und zweite Beigeordnete Tobias Röhm betonte, dass die bisherige Planung ein Vorentwurf sei, und die Anwohner Ideen und Kritik in die konkrete Planung einbringen könnten. Wovon die Anwesenden im Ratssaal Gebrauch machten.

Wie etwa Bernd Stickeler, der anregte, das von der Interessengemeinschaft Münsterbuscher Vereine erstellte Konzept zur Aufwertung des Heinz-Kamps-Platzes mit in die Planung einzubeziehen. Dies hätte laut Stadtverwaltung keine Auswirkungen auf die Anliegerbeiträge.

Weitere Anregungen bezogen sich auf die Erhaltung beziehungsweise Schaffung ausreichender Parkplätze und die Problematik von Bäumen, die das Tageslicht von Wohnungen fernhalten.

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