Sanierung der Prämienstraße ist nächstes Jahr fällig

Von: oha
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Stolberg. Die Delle im Belag der Prämienstraße ist tückisch. Als der Wagen durch das abgesackte Fahrbahnstück fährt, macht er automatisch einen „Hopser“.

Die Insassen werden unvermittelt von ihren Sitzen Richtung Pkw-Dach befördert. Der nachfolgende Fahrer des Gelenkbusses kennt offenbar die Gefahrenstelle. Er umkurvt die Absenkung, um seine Passagiere zu schützen.

Offenbar ist die Prämienstraße an der Ecke Mauerstraße abgesackt, vermutlich über einem Bruch in der Kanalisation. Aber das ist nicht der einzige Schaden, den die Benutzer der Straße hinnehmen müssen. Der Belag ist an vielen Stellen aufgerissen, der Gehweg hat eine Neigung, die es Behinderten erschwert, ohne Sturz vorwärts zu kommen. Eigentlich sollte die Prämienstraße längst repariert sein.

Sie stand auf einer der „Prioritätenliste Straßenerneuerung“ der Stadtverwaltung ganz oben an erster Stelle. Doch der Rat verschob die Sanierung bei seiner Sitzung im Juli 2013 in das Jahr 2015. Man sei sich des Problems bewusst, versicherte Amtsleiter Bernd Kistermann jetzt auf Anfrage.

Die Vorbereitungen würden derzeit getroffen, um die Sanierung der Straße denn auch demnächst anzugehen. Wie berichtet, sind insgesamt 281 Straßen und Wirtschaftswege in Stolberg so marode, dass sie erneuert oder zumindest repariert werden müssten. Eine Aufgabe, die die Stadt angesichts leerer Kassen so nicht stemmen kann.

Im Verkehrsausschuss wurde deshalb 2013 eine Prioritätenliste von Straßen aufgestellt, bei denen der Handlungsbedarf am dringendsten ist. So sollen immerhin 24 Straßen bis zum Jahr 2018 saniert werden. Eine Investition von 19,9 Millionen Euro. Zieht man die Fördermittel und die Anliegerkosten, die zwischen 60 und 90 Prozent liegen, ab, bleiben bei der Stadt immer noch Kosten von 5,77 Millionen Euro hängen.

Eines der größten Projekte der Liste hat die Stadt bereits begonnen. Die Sanierung der Aachener Straße ist weit fortgeschritten. 3,6 Millionen Euro wurden dafür veranschlagt. Zieht man die Anliegerkosten von rund 2,2 Millionen Euro ab, bleiben noch 1,4 Millionen Euro, die von der Stadt aufzubringen sind. Die Sebastianusstraße, die auf der Prioritätenliste Platz drei hinter der Albert-Schweitzer-Straße einnahm, muss auf den Ausbau warten.

Das Verkehrsministerium hat das Projekt nach Beschwerden gestoppt. Im Jahr 2015 sollen laut Liste neben der Prämienstraße noch erneuert werden die Galmeistraße, Vichter Straße, Reitmeisterweg, Rathausstraße, Am langen Hein. 2016 rollen die Bagger nach Atzenach und in die Don-Bosco-Straße.

2017 werden saniert: Leuwstraße, Am Schacht, Lerchenweg und Weiherstraße. Für das Jahr 2018 haben sich die Planer aufgehoben die Poststraße, die Weidenstraße und die Concordiastraße.

Die Stadt kann ihren Anteil von 5,77 Millionen Euro nur stemmen, weil sie die Ausgaben über sechs Jahre verteilen kann.

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