Sanierung der maroden Gebäudeteile soll schneller geschehen

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:

Stolberg-Büsbach. Die Erleichterung am Tag danach war spürbar, vor allem beim Förderverein und der Schulpflegschaft. Mit der Entscheidung der Politik, die Grundschule Bischofstraße nun doch in die Prioritätenliste aufzunehmen, kommt die Stadt möglicherweise um einen für sie unangenehmen Schritt herum.

In einer E-Mail der stellvertretenden Bürgermeisterin Hildegard Nießen (SPD) jedenfalls wurde Schulleiterin Irmgard Remmert über das zu diesem Zeitpunkt doch überraschende Vorhaben informiert, das beinhaltet, dass die maroden Schulgebäude, die teilweise aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert stammen, umfassend saniert werden sollen.

Prüfung eines Bürgerbegehrens

Zuvor hatten CDU und SPD im Bau- und Vergabeausschuss darauf gedrängt, sich der Schule nun doch, entgegen anderer Meinungen in den vergangenen Monaten, anzunehmen. Der Förderverein in Person seines Vorsitzenden Klaus F. Kratz hatte in der Zwischenzeit die Möglichkeit eines Bürgerbegehrens geprüft, wonach sieben Prozent aller Stolberger, dies entspräche knapp 4200 Personen, für die Sanierung der Schule stimmen müssten, damit sich der Stadtrat doch noch mit der Situation der Schule befassen muss.

Hintergrund der aktuellen Entwicklung ist der vor allem aus Elternsicht „desolate Zustand” der Schulgebäude. Zwar ist die Stadt zwischenzeitlich aktiv geworden und hat die gröbsten Mängel an der Turnhalle, den Fluren sowie Fenstern und der Möblierung beseitigt. Doch ein langfristiges Konzept, wie es Kratz in der vergangenen Woche im Beschwerdeausschuss gefordert hatte, war die Politik nicht bereit aufzustellen.

Bis zur überraschenden Wende am Donnerstag hatten Förderverein und Schulpflegschaft die Möglichkeit geprüft, rechtliche Schritte einzuleiten und zur Not auf Konfrontationskurs mit Politik und Verwaltung zu gehen. „Der politische Raum ist nicht gewillt, ein mittel- bis langfristiges Konzept zu erstellen”, sagte Kratz noch in der vergangenen Woche. Insbesondere der Zustand der sanitären Anlagen, der Flucht- und Rettungswege wurde von Förderverein und Schulpflegschaft kritisiert. Die Politik hatte unterdessen bis zuletzt immer wieder auf „andere Baustellen” wie die Gesamtschule, die zunächst fertiggestellt werden müsse, verwiesen.

Im November soll ein erneuter Ortstermin unter Einschluss aller Beteiligten (unter anderem auch Unfallkasse und Arbeitsschutz) klären, wie das Konzept bzw. die Sanierung genau aussehen soll.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert