Sanierung der L 238 erst in einigen Jahren

Von: Jürgen Lange
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Nicht ungefährlich: Schnee füllt derzeit die Hälfte der Vertiefung in der Decke der L 238 in Höhe der Finsterau hinter Zweifall. Foto: J. Lange

Stolberg. Die L 238 ist ein Sorgenkind. Und das nicht nur wegen der ungewissen Zukunft des zweiten und dritten Neubauabschnittes zwischen Eschweiler und Stolberg, sondern auch wegen des Zustandes der Fahrbahn zwischen Zweifall und Mulartshütte sowie zwischen Rott und Roetgen.

Bereits seit dem vergangenen Sommer ist zwischen der Stolberger Stadt- und der Roetgener Gemeindegrenze ein gut zwei Kilometer langer Abschnitt der Landesstraße mit einem drastischen Tempolimit versehen: Maximal 30 km/h darf gefahren werden, will man sicher die Passage überstehen.

Tempo 30 auf der Landesstraße

Schlaglöcher und eine abplatzende Asphaltschicht prägen das Bild der Fahrbahn. Mittlerweile gesellt sich in Höhe der Finsterau ein weiteres Problem hinzu. Die abschüssige Böschung zur Vicht hin ist abgesackt. Eine tiefe Delle prägt dort den Fahrbahnrand.

Die Böschung wurde früher schon einmal gesichert, erklärte der Landesbetrieb Straßenbau auf Anfrage. Fugen in der Asphaltdecke wurden aufgefüllt. Nun gibt die Böschung erneut nach. Eine nachhaltigere Lösung muss her. An der arbeitet der Landesbetrieb mit Nachdruck, versichert Projektleiter Arnd Meyer. Ein Bodengutachten wird erstellt, eine Hangsicherung wird geplant und eine Kostenrechnung aufgelistet. „Eine derartige Maßnahme bedarf allerdings einer umfangreichen Vorplanung”, so Meyer weiter. Und sie bedarf eines Budgets. Das gibt es aber erst dann, wenn das Land weitere Haushaltsmittel bereitstellt.

Mit einer nachhaltigen Sanierung der Landesstraße ist erst „innerhalb der nächsten Jahre” zu rechnen. Um die Verkehrssicherheit bis dahin gewährleisten zu können, sollen aber die gravierendsten Schäden an der Fahrbahn der L 238 im Frühjahr im Rahmen der regelmäßigen Reparaturarbeiten punktuell saniert werden. Schlimmer als im Bereich der Finsterau hat der Landesbetrieb die Lage zwischen Rott und Roetgen eingestuft, wo ein Radweg an die L 238 angebaut worden war. Dort sollen nach dem Winter umfangreiche Reparaturen anlaufen. „Wir arbeiten ein Problem nach dem nächsten ab”, so Meyer weiter. Der Landesbetrieb kommt eben auch nur so weit voran, wie die Landesregierung das Geld dafür bereitstellt.

Deshalb geht die Stadt Stolberg auch dank der Unterstützung des Unternehmens Leoni-Kerpen in Vorleistung, um die stark genutzte und gefährliche Kreuzung der L 238 mit der L 12 an Nachtigällchen noch in diesem Jahr in einen Kreisverkehr umgestalten zu können.
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