Sanierung der Friedhofsmauer bis Herbst vollendet

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Ein Vorbild für die Städteregion und NRW: Beim Projekt „Vorfahrt für Arbeit” geht die Sanierung der Mauer des Friedhofs Bergstraße am Halsbrech in die letzt Phase.

Stolberg. Drei Ziele beim Weg bergauf will die LEGAS am Halsbrech nicht mehr aus den Augen verlieren, nachdem jetzt die Arbeiten an der Mauer des Friedhofs Bergstraße wieder angelaufen sind.

„Wir wollen in der hohen vorgegebenen fachlichen Qualität weitermachen”, betont Ulrich Burmeister, Geschäftsführer der Landesentwicklungsgesellschaft Arbeitsmarkt und Strukturentwicklung, „und im Herbst mit den Arbeiten fertig sein.” Außerdem sollen die Teilnehmer der Maßnahme möglichst einen Übergang in den normalen Arbeitsmarkt oder zumindest weitere Perspektiven finden.

Denn was hier in Stolberg geschieht, ist im Landesvergleich vorbildlich, unterstreicht Burmeister das Niveau des Projektes. Zumal der Halsbrech für sechs Teilnehmer schon eine neue Perspektive geboten hat: Zwei Beschäftigte wurden von der Stadt übernommen, drei von Handwerksbetrieben angeworden und ein weiterer hat wieder gezielt eine schulische Ausbildung aufgenommen.

Und das ist bereits ein riesiger Erfolg, unterstreichen Stefan Graaf und Joachim Müller von der ARGE: „Es ist schon ein Erfolgserlebnis, wenn man solch ein Projekt im Echtbetrieb verwirklichen kann”, zieht der Geschäftsführer den Vergleich zu üblichen Qualifizierungen in der Halle, wo am Ende das wieder eingerissen wird, was die Teilnehmer zuvor aufgebaut haben.

„Das hier können sie später ihren Familien zeigen”. Und das bedeutet auch einen erheblichen Motivationsschub für die als schwer vermittelbar oder langzeitarbeitslos geltenden Teilnehmer, sich zu engagieren und Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln.

„Wir möchten solche Projekte überregional auf die Städteregion übertragen”, ist für Graaf die Maßnahme an der Friedhofsmauer ein Vorbild.

Es gehört in einen Verbund von drei Baustellen der LEGAS, erläutert Projektleiterin Ina Bisani. Erfolgreiche Baustellen, denn unter dem Strich stehen 17 in den ersten Arbeitsmarkt transferierte Menschen: Sechs am Halsbrech, vier am Zinkhütter Hof sowie im Rahmen der Grünmetropolroute in Eschweiler, denen durch das Projekt „Vorfahrt für Arbeit” eben die Fahrt in eine reguläre Beschäftigung ermöglicht wurde.

Bei solchen Qualifizierungsmaßnahmen ist die Zahl der Teilnehmer größer als Stellen durch die ARGE finanziert werden, erklärt Müller. Beispiel Halsbrech: Im ersten Halbjahr gab´s 18 Plätze, und in der Regel waren 15 Teilnehmer auf der Baustelle, aber insgesamt 32 Personen durchliefen die Maßnahme. „Bei einigen stellte sich schnell heraus, dass diese Art von Arbeit ihnen nicht lag”, so Müller. Andere wurden krank oder wählten einen anderen beruflichen Bildungsweg.

„Bindeglied zum Arbeitsmarkt”

Und die, die durchhielten, aber nicht vermittelt wurden, haben sich qualifiziert für den zweiten Arbeitsmarkt: eine Anstellung bei Beschäftigungsgesellschaften wie dem VabW. „Wir fungieren quasi als Bindeglied zum ersten Arbeitsmarkt hin”, erklärt Geschäftsleiter Frank Numan, „und tragen somit auch zur sozialen Stabilisierung der Menschen bei.”

Was der VabW am Halsbrech leistet, ist auch das Arbeitsfeld der Low-Tec, die im Trägerverbund als Partner der LEGAS bereits am Zinkhütter Hof aktiv war und nun in zwei weitere Projekte in Stolberg eingesetzt ist: Beim Stadtteilprojekt in der Velau sowie bei der Sanierung der Vichtbachmauer an der Eisenbahnstraße. „Die Sanierung läuft dort am 13.Juli an”, kündigt Ina Bisani eine Maßnahme an, die für acht bereits qualifizierte Teilnehmer auf zehn Monate ausgelegt ist. In gleicher Stärke wird das Team am Halsbrech bis zum Herbst die Friedhofsmauer vollendet haben.
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