Saint-Gobain: Gewerkschaft will möglichst viele Arbeitsplätze erhalten

Von: -jül-
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Stolberg. „Es war nur eine Frage der Zeit“, sagt Jörk Erkens. Das Abschalten der Produktionslinie für konventionelle Windschutzscheiben im Stolberger Werk der Saint-Gobain Sekurit stand schon länger im Raum, weiß der Sekretär der Gewerkschaft IGBCE.

„Jetzt ist für die Konzernleitung der Zeitpunkt gekommen, und daran werden wir nichts mehr ändern können.“ Die Werke in Polen und Tschechien stellten nun einmal die herkömmlichen Scheiben preiswerter hat, so dass Folgeaufträge für die Stolberger Produktionslinie ausgeblieben sind, bestätigte der Gewerkschafter das Argument der Geschäftsführung zum Abbau der Anlage. Nun gehe es aber darum, den Abbau von Arbeitsplätzen zu minimieren, möglichst viele Beschäftigte bei Saint-Gobain zu halten und die beabsichtigten Freistellungen möglichst gut sozialverträglich abzufedern, kündigte Erkens vor Beginn der Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung von Sekurit an.

„Das Un­ter­nehmen spricht zwar von 85 Arbeitsplätzen“, so Erkens weiter, die mit der Stilllegung der einen und der Produktionsreduzierung an der anderen Anlage bis September 2016 entfallen sollen. Das bedeute aber nicht, dass dies auch der Anzahl der Kündigungen entsprechen werde.

Neben einer Überleitung von Mitarbeitern in den Ruhestand denkt Erkens dabei vor allem an Personalbedarf in anderen Werken des Konzerns. „Wir stehen erst am Anfang“, sagt der Sekretär und sichert dem Betriebsrat sowie den Mitgliedern Beratung und Rückendeckung der Gewerkschaft zu.

Vor sechs Jahren hatten sich Konzern und Arbeitnehmervertreter geeinigt, anstelle der 80 angekündigten Stellen 50 Arbeitsplätze abzubauen.

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