Rund 124.000 Euro durch Spionage erbeutet

Von: -jül-
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Stolberg. Wegen des Vorwurfs des Betrugs vor dem Aachener Landgericht verantworten muss sich ein 38 Jahre alter Angeklagter vom kommenden Montag (Az.: 64 KLs 8 /15).

Weitere sieben Verhandlungstage bis zum 4. November hat die 4. Große Strafkammer unter dem Vorsitz von Richter Norbert Gatzke bereits terminiert.

Eine ganze Serie von Taten wird dem Beschuldigten aus Rumänien zur Last gelegt. Anfang 2008 sorgte die insgesamt vierköpfige Bande – die anderen Mitglieder werden gesondert juristisch verfolgt – für Unruhe bei Geldinstituten und Kunden in der Städteregion.

Vor allem in Stolberg, aber auch in Erkelenz, Hückelhoven und Linnich wurden Geldautomaten durch Vorsatzgeräte und Kameras so manipuliert, dass die elektronischen Daten der Geldkarten ausgelesen wurden. Mit diesen Daten fertigte die Bande Kopien der EC-Karten und hoben damit Geld im Ausland ab.

„Bandenmäßige und gewerbsmäßige Fälschung von Zahlungskarten mit Garantiefunktion sowie Computerbetrug“ nennt das der Staatsanwalt. George Liviu T. muss sich für 62 Fälle zwischen Januar und Mai 2008 verantworten. Geldinstitute in Büsbach, Atsch und Münsterbusch zählten zu seinem Arbeitsgebiet. Auf 124.000 Euro beziffert die Staatsanwaltschaft den Schaden, der durch die Tätigkeit dieses Beschuldigten in erster Linie den Geldinstituten entstanden ist.

Alleine die Stolberger VR-Bank musste im Februar 2008, als ein Vorsatzgerät in der Büsbacher Filiale entdeckt worden war, 130 EC-Karten sperren. Aufgeflogen war die Bande, als ein Mitglieder vor der Atscher Filiale festgenommen worden war.

Denn zum Job zählte nicht nur die Montage der Spionageeinrichtungen, sondern auch ihre Überwachung. Einerseits gewährleisteten die Batterien nur einen Betrieb über wenige Stunden hinweg, andererseits klauten konkurrierende Banden „Mund“ und „Auge“, wie die Gauner die Skimming-Geräte nennen.

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