„Rufus Zuphall“: Auch nach 45 Jahren ein Genuss

Von: Dirk Müller
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Lösten Begeisterungsstürme beim Publikum aus: „Rufus Zuphall“ war Garant für ein außerordentliches Konzerterlebnis. Foto: D. Müller
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„Eisbrecher“ beim Heimspiel: Die Stolberger Band „Way-2-o“ eröffnete „Rockballast“ am Samstagabend.

Stolberg. Der Beweis ist eindeutig gewesen: „Rufus Zuphall“ ist auch 45 Jahre nach Gründung der Band immer noch ein Kunstgenuss auf Top-Niveau. Die Gründungsmitglieder Günter Krause (Gitarre, Gesang) und Klaus Gülden (Flöte) zeigten sich auf den Punkt fit, und Moritz Schippers an den Keyboards, Roland Hegel am Schlagzeug und Bernd Kistermann, der kurzfristig für den erkrankten Bassisten eingesprungen war, begeisterten das Publikum beim „Rockballast“.

Standesgemäß eröffnete das Quintett sein Konzert mit dem Kult-Stück „Spanferkel“ von dem 1971er Album „Weiß der Teufel“.Die Band gefiel mit virtuosen Into- nierungen von „Makröjel“ und „Portland Town“ des Folgealbums „Phallobst“ und knüpfte mit dem 2006er Song „Outside the Gates of Eden“ an die Beifallsstürme an. Ob traumhafte Melodien wie in der Ballade „Blue Zone“, druckvoller Sound wie bei „900 Miles“ oder progressiver Rock, der in den Anfangsjahren das Klangbild bestimmte – die Arrangements beeindruckten enorm.

Blues, Rock, Klassik, sphärische und psychedelische Elemente, Jazz, Folk, flotter Funk und mehr fusionierten zu einem außerordentlichen Konzerterlebnis am Fuße der Burg. Titel wie „Colder than Hell“, „Angels fly by Night“ oder „1000 Mothers weeping“ wurden vom Publikum begrüßt und gefeiert.

Das Konzert von „Rufus Zuphall“ war unumstritten der Höhepunkt des Abends. Den „Eisbrecher“ beim „Rockballast“ hatte die Stolberger Band „Way-2-o“ gegeben. Mit wechselndem Gesang von Rania Amassio Requena und Kornél Kass stimmte die Formation mit Raja Thulasithas am Bass, Schlagzeuger Alex Lürken-Uhl und Bandleader Norbert Walter Peters an der Gitarre die Gäste ein.

„Way-2-o“ unterhielt ansprechend mit einer rhythmischen Interpretation von „Losing my Religion“ von „R.E.M.“ sowie mit „Valerie“ und „Back to black“ von Amy Winehouse. Auch „Loving you is killing me“ von Aloe Blacc kam gut bei den Gästen an, die es sich unter den großen Regenschirmen oder dem Pavillon am Burghaus gemütlich gemacht hatten. Als Bandleader Peters „Das war‘s“ verkündete, war das Publikum anderer Meinung und forderte eine Zugabe. Dem Wunsch kam „Way-2-o“ gerne nach.

Auch mit der dritten Band des Abends wurde rockig weitergefeiert. „AMR-Cologne“ bot handgemachte Musik. Dieser „Ahl Männer Rock“ gibt der Formation ihren Namen, und die vielen Rock-Klassiker, die die Kölner im Gepäck hatten, begeisterten. „Sunrise“ von „Uriah Heep“, „White Room“ von „Cream“ und „Black Night“ von „Deep Purple“ gehörten dazu und wurden laut mitgesungen.

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