Rückblick auf das Jahr 2014: März und April

Von: tol
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Beim Friedensfest am 5. April auf dem Kaiserplatz bekennen sich zahlreiche Bürger zu ihrer weltoffenen und toleranten Stadt sowie zu respektvollem Miteinander.
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Schöner Schein, aber nichts als Schrott? Ging bei der Beschaffung des gebrauchten Löschfahrzeugs für die Feuerwehr Münsterbusch alles mit rechten Dingen zu? Anfang April stand fest: Es ist stillgelegt worden.
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Im März in die entscheidende Phase gegangen, inzwischen Realität: der Vichter Dorfladen. Die Bürger entscheiden, ob er ein Erfolgsmodell wird.

Stolberg. Schlagzeilen machte die Stolberg-App, die Anwohnerklage gegen Lidl, Warnstreiks und Aufträge an Angehörige städtischer Mitarbeiter. Hier der Überblick.

1. März: Breiniger beklagen mehrere schwere Detonationen im Steinbruch. Jetzt soll eine Unterschriftenliste verdeutlichen, wie viele Bürger sich belästigt fühlen.

2. März: Historische Augenblicke im Barenland: Erstmals jubelt die närrische Menge in Büsbach einem Kinderprinzenpaar zu. Monique I. und Justin I. erleben einen Triumphzug. Auch in vielen anderen Stadtteilen geht es kunterbunt zu bei den Umzügen am Karnevalssonntag.

3. März: Die Gefolgschaft von Prinz Edilio I. zeigt sich in bester Laune. Die Jecken feiern ausgelassen Karneval beim Rosenmontagszug in Stolberg. Bunte Fußgruppen und fantasievolle Motivwagen ziehen in einem kilometerlangen Lindwurm an den Jecken am Straßenrand vorbei. Auch in Zweifall und „Wölleklösien“ gibt es für die Narren kein Halten mehr.

5. März: Das Umweltamt der Städteregion Aachen lässt wissen, dass es nach Auswertung der Daten keine Beanstandungen an der Sprengung im Steinbruch Breinig gebe. Dass sie als lauter oder intensiver empfunden wurde, hänge wohl damit zusammen, dass auf der obersten Ebene gesprengt worden sei.

Die Feuerwehr zieht Bilanz: 79 Rettungseinsätze von Fettdonnerstag bis Rosenmontag – durch die Bank aber eher ohne Karnevalshintergrund.

Die Steinfurt soll noch in diesem Jahr zur Baustelle werden. Die Stadt plant, von der Eschwei­ler­stra­ße bergauf einen neuen, 530 Meter langen Abwasserkanal in die Straße zu legen.

6. März: Von 3532 Parkplätzen in der City sind 1379 gebührenfrei. Die Verwaltung legt erstmals Zahlen für die vergangenen drei Jahre vor. Daraus geht hervor: Knöllchen sorgen für Überschuss.

Die Kripo sucht Brandstifter in Stolberg. Ein Wohnmobil und ein als Laube genutzter Wohnwagen wurden Raub der Flammen, ein Übergreifen auf Gebäude gerade noch verhindert.

7. März: Kontrolleure prüfen Beauftragung von Angehörigen städtischer Mitarbeiter. Bei 177 Detailuntersuchungen gibt es nur wenige Beanstandungen, aber einige Auffälligkeiten.

Bleibt die schnelle Internetverbindung nur ein Traum? Das Land NRW hat die Fördersumme je Baumaßnahme auf 180.000 Euro begrenzt. Das reicht nicht, um Zweifall anzuschließen.

8. März: Das Landesamt hat ermittelt: In Stolberg gibt es mehr Aus- als Einpendler. 14.903 Pendler verlassen jeden Morgen die Stadt, 9847 Menschen kommen täglich von außerhalb nach Stolberg. Darunter vor allem Aachener.

11. März: Die Kupferstadt ist das große Sorgenkind von Polizeipräsident Klaus Oelze. Die Kriminalität ist auf breiter Front gestiegen.

Frauen sind gut organisiert und vernetzt, das ist am Internationalen Frauentag deutlich geworden. Er war ein Fest der Nationen, das Angebot an Ständen im Alten Rathaus so vielfältig wie die Frauen selbst.

12. März: Im Rathaus wird an der Zukunft Europas gebaut: „Mobilität und Integration 2020“ ist der Titel eines EU-Projekts, in dem Verwaltungen und Organisationen aus halb Europa kooperieren. Stolberg ist dabei.

14. März: In vier Tagen alles wie neu: Die Ausbesserungsarbeiten im Europatunnel sind abgeschlossen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kündigt für den kommenden Dienstag einen Warnstreik an. Zehn Kitas bleiben dann geschlossen, weitere neun Tagesstätten in Stolberg arbeiten mit Notgruppen. 100 Stolberger fahren zur Kundgebung nach Aachen.

15. März: Privates Engagement ist bei Stolbergs Innenstadtkonzept besonders gefordert. Eigentümer sollen 15 Millionen Euro beisteuern.

17. März: Kupferstadt will bei der Premiere glänzen: Stolberg beteiligt sich an der ersten Aachener Immobilienmesse.

18. März: In Sachen Altersarmut wird noch viel zu oft weggeschaut. Stolberg und Eschweiler wollen jetzt gemeinsam gegen das Problem vorgehen. Eine Fachtagung am 27. März macht den Auftakt.

19. März: Bei den Bezirkstitelkämpfen der Schulen im Schach ist das Team vom Ritzefeld-Gym­na­sium als Gastgeber Vizemeister geworden.

Wohnhaus in Flammen: Mit 70 Kräften muss die Feuerwehr gegen ein Feuer in Schevenhütte vorgehen. Eine 93-Jährige wird mit Schock aus dem Erdgeschoss gerettet. Das Haus ist aktuell unbewohn­bar.

20.März: Neue Statistik: Die Anzahl der ausländischen Bewohner Stolbergs ist um 4,98 Prozent gestiegen. 2012 lebten in der Kupferstadt insgesamt 5767 Ausländer, 2013 waren es 6069. Damit bestätigt Stolberg den Landestrend. Menschen aus 107 verschiedenen Nationen lebten 2013 in Stolberg. Die meisten sind Türken (1855), Polen (378) und Spanier (316).

21. März: Das Projekt eines Dorfladens mit Café in Vicht geht nun definitiv in die entscheidende Phase. „Jetzt müssen die Bürger entscheiden, ob sie den Dorfladen wollen – und später, ob sie ihn behalten wollen“, hieß es bei einer Bürgerversammlung.

Unternehmen öffnen für Schüler die Werkspforten. Die Stolberger „Nacht der Ausbildung“ könnte sich zum Erfolgsmodell entwickeln. Sieben Firmen beteiligen sich und stellen 20 verschiedene Ausbildungsberufe sowie drei duale Studiengänge vor.

22. März: Die Stimmung nach Ablauf der Anmeldefrist in den weiterführenden Schulen der Kupferstadt ist gut. Alle Leiter zeigten sich erfreut über die Zahlen für das Schuljahr 2014/15.

24. März: Dem VdK-Ortsverband Stolberg droht das Aus. Nach dem Tod des Orts- und Kreisvorsitzenden Heinz Göbbels suchen Josef und Brigitte Meurer Mitstreiter.

25. März: Spannende Schmöker sind jetzt auch online ausleihbar. Das neue Angebot der Stadtbücherei wird bereits von etlichen Lesern genutzt, die den Zugriff rund um die Uhr schätzen.

26. März: Etliche Kitas bleiben geschlossen, und Busse fahren nicht. Für heute und morgen haben die Gewerkschaften die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu weiteren Warnstreiks aufgerufen.

27. März: Der Streik legt das Leben in Stolberg nicht wirklich lahm. Da die Buslinien in der Stadt vor allem von Privatunternehmen bedient werden, fallen kaum Fahrten aus. In den Schulen findet Unterricht wie gewohnt statt.

28. März: Jörg Manfred Lang ist neuer Geschäftsführer des Sozialdienstes Katholischer Männer. Er hat sich vorgenommen, das SKM-Angebot noch weiter auszubauen. Ambulante Hilfe habe dabei ober­ste Priorität.

29. März: Zehn Parteien und sieben Bürgermeisterkandidaten bewerben sich in Stolberg zur Kommunalwahl.

Anfang April 2013 blieb die Kupferstadt nach einem höchstrichterlichen Entscheid erstmals seit fünf Jahren nazifrei. Und deutet man die Aussage der Polizei richtig, stehen die Chancen für Stolberg gut, auch am kommenden Wochenende von Neonazis verschont zu bleiben.

31. März: 1529 Kunden sind bei der Stolberger Tafel registriert. Der verwaiste Vorstandsposten und das hohe Durchschnittsalter bereiten den Mitgliedern große Sorgen.

1. April: Stadtbrandinspektor To­ni Sturz hat zum letzten Mal die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr geleitet. 300 Besucher verabschieden ihn gebührend. Seine Funktion wird Andreas Dovern übernehmen.

2. April: Der untere Steinweg soll weiterhin eine Fußgängerzone blei­ben. Argumente aus Bürgerschaft und Handel waren überzeugend. Zudem hat auch Regierungspräsidentin Gisela Walsken signalisiert, dass zusätzlicher Verkehr in der Fußgängerzone den Zielsetzungen des Entwicklungskonzepts Talachse Innenstadt widerspreche.

Zu wenige Schüler: Jetzt erwägen die Stadtverwaltungen von Stolberg und Eschweiler den Zusammenschluss der Förderschule an der Talstraße und der Willi-Fährmann-Schule.

Ging bei der Beschaffung des Gebrauchtfahrzeugs, das die Löschgruppe Münsterbusch nutzt, alles mit rechten Dingen zu? Eine schief sitzende TÜV-Plakette lässt anderes vermuten. Das Löschfahrzeug ist stillgelegt worden.

4. April: Der Integrationsrat hat jetzt zwei Kandidatenlager, präsentiert sich aber ansonsten als Einheit. Neuwahl ist am 25. Mai.

5. April: Kübel und Poller am Beginn der Rathausstraße: Die Fußgängerzone ist für Autos dicht.

Bei dem Friedensfest auf dem Kaiserplatz bekennen sich zahlreiche Bürger zu ihrer weltoffenen und toleranten Stadt sowie zu respektvollem Miteinander.

9. April: Wer tut so etwas? Bei Breinig und Zweifall sind die Strecken abgesperrt, und die Spuren werden gesichert. Es ist die zweite Nacht innerhalb von fünf Tagen, in der in Stolberg und der Nordeifel Öl vorsätzlich auf beliebte Strecken von Motorradfahrern gekippt wurde – mitten in den bei Kradfahrern beliebten Kurven. Ein Kradfahrer stürzte bereits und wurde schwer verletzt.

10. April: Längst nicht jeder Bewerber bekommt in Stolberg eine Lehrstelle. Es gibt immer noch mehr Interessenten als Angebote.

11. April: Lidl-Planung scheitert beim OVG in Münster: Ein Anlieger hat Erfolg mit seiner Normen­kon­trollklage. Die Umweltverträglichkeitsprüfung fehlt.

Makabre Geschäfte eines Bestatters aus Stolberg im Harz mit dem Tod: Er hat die Asche von 67 Toten versteckt und Seebestattungsbriefe gefälscht. Nun ist er arbeitslos – und verurteilt.

12. April: Die „KMD Connectors Stolberg GmbH“ mit Sitz in Osnabrück entsteht – ein Schritt, der in Zeiten zunehmender Globalisierung den Standort Kupferstadt sichern und ihm neue Perspektiven bieten soll. Bereits im August hatte der Konzern das Stolberger Metallwerk als eigenständige GmbH aus dem Werksverbund ausgegliedert. Anfang März hat das Bundeskartellamt die jeweils 50-prozentige Überkreuzbeteiligung genehmigt.

16. April: Jetzt planen Studenten Konzepte für Stolberg. In einer Lehrveranstaltung von drei Instituten der RWTH Aachen werden Lösungen für Bereiche des Entwicklungskonzepts Talachse Innenstadt entwickelt. Der Verkehr in der Burgstraße und Breinigs Anschluss an die Euregiobahn sind weitere Themen.

19. April: Oberhalb des Industriemuseums soll ein neuer Jugendtreffpunkt entstehen. Junge Leute wollen Kontakt zu den Anwohnern suchen.

21. April: Mit schweren Verletzungen muss ein 17-jähriger Kradfahrer ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er ist auf dem Hardt­hover Weg (L 25) zwischen Gür­ze­nich und Sche­venhütte gestürzt und unter der Leitplanke eingeklemmt worden.

23. April: Dr. Herbert Röhrig wird Leiter der Klinik für Orthopädie im Bethlehem-Krankenhaus. Er kommt aus Bonn nach Stolberg.

24. April: Mit lautem Knall Geister vertreiben: Die Breiniger St.-Se­bastianus-Schützenbruderschaft führt ein neues Brauchtum in der Stadt ein und gründet eine Abteilung für „Böllerschützen“.

26. April: Weltmeisterin made in Stolberg: Die Super-Weltergewicht­lerin Jessica „Sugar J“ Balogun verteidigt ihren WM-Titel im Schnellverfahren. Rund 350 Boxfans im ausverkauften Museum verfolgen den Kampf, der durch Aufgabe entschieden wird.

29. April: Neues Medienzeitalter eingeläutet. Informationen über die Stadt gibt es jetzt per Stolberg-App. Damit ist die Kupferstadt deutschlandweit Vorreiter.

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