Rückblick: Altstadt in 45 Jahren saniert

Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Die Ecke Steinweg/Burgstraße machte im Jahr 1972, vor der Sanierung der Altstadt Mitte der 1980er Jahre, eher einen herunter gekommenen Eindruck. Ins Auge fiel jedoch die große Anzahl der Geschäftslokale und Gaststätten, die sich durch Werbeschilder und Leuchtreklamen bemerkbar machten.

Zahlreiche Gebäude besaßen im Gegensatz zu heute Putzfassaden. Nicht zu übersehen war die Vernachlässigung der Bausubstanz. Es gibt das „Haus Vockerodt“, eine ehemalige Drogerie und Farbwarenhandlung. Auch das Modengeschäft Heine war dort ansässig. Weiter oberhalb lagen die ehemalige Bäckerei Burghard und die Gaststätte „Heidelberger Faß“, heute „Piano“. An der Fassade des Hauses, das den Durchgang zur Straße „In der Schart“ überspannt, war eine Leuchtreklame zum sehen. Damals war in dem Gebäude, das heute nur noch dem Wohnen dient, eine Gaststätte beheimatet.

Zuvor hatte man das Haus für eine Drogerie genutzt. Weiter unterhalb gab es das Geländer der Burgstraßenbrücke, das damals aus einem Stahlgitter bestand. Die heutige Form entstand anlässlich der Altstadtsanierung in den 1980er Jahren. Sie ist ein Rückgriff auf die ursprüngliche Gestaltung.

Schließlich hatte der Architekt Carl Peltzer um 1900 das Brückengeländer in Stein erstellt. Jenseits der Brücke war die damalige Bäckerei Abels zu sehen. Das Haus wurde von einer Jugendstilfassade geprägt. Der Stuck war um 1900 entstanden, als man die Front des im 18. Jahrhundert entstandenen Gebäudes um einige Meter in den hinteren Bereich verschob.

Erforderlich gemacht hatte die aufwendige Baumaßnahme die um 1900 erfolgte Verbreiterung der Burgstraßenbrücke. Außerdem gab es das Gebäude, das zum Anwesen der Tuchmacherfamilie Offermann gehört hatte: Die ursprünglich aus Monschau-Imgenbroich stammende Familie Offermann hatte in der Mitte des 18. Jahrhunderts an der Ecke Steinweg/Zweifaller Straße einen ausgedehnte Textilmanufaktur betrieben.

1972 war in dem seit Mai 1985 unter Denkmalsschutz stehenden Gebäude die Orthopädiewerkstatt Mohr samt Geschäft angesiedelt. Sein Aussehen veränderte der abgebildete Bereich Mitte der 1980er Jahre. Im Rahmen der Altstadtsanierung wurden die Gebäude umgebaut und saniert. Bauschäden wurden beseitigt und Putzfassaden entfernt.

Ziel war es, die ursprünglichen aus Bruch- oder Backstein bestehende Bausubstanz wieder sichtbar zu machen. Der Asphaltbelag wurde entfernt und durch eine Pflasterung ersetzt. Diese Baumaßnahmen haben den Altstadtkern städtebaulich aufgewertet und trugen mit dazu bei, dass die Altstadt heute ein touristischer Anziehungspunkt ist.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert