Rote Rosen und der teure Duft

Von: Lars Brepols
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Empfängt ihre Kunden mit einem Lächeln auf den Lippen: Carmen von der Weiden, Verkäuferin bei Blumen Hartmann. Foto: L. Brepols

Stolberg. „Die Männer denken an ihre Frauen und natürlich auch umgekehrt”, schmunzelnd Petra Kempen. Passend zum Valentinstag hat die Filialleiterin der Parfümerie Becker ihr Schaufenster dekoriert. Große rote Herzen schmücken den Ausstellungs- und Eingangsbereich des Geschäftes auf der Rathausstraße.

„Das ist schon ein Thema bei uns”, bestätigt Kempen, „der Tag ist deutlich lebendiger. Das spürt man schon einige Tage vorher.” Besonders teure Düfte werden dann regelmäßig von den Kunden nachgefragt. Dabei ist das Publikum gemischt, wie Kempen bestätigt: „Es sind alle Altersgruppen vertreten.”

Eine eher jüngere Kundschaft erwartet Natalia Atamanjak vom „Blumenhaus Erika” für den Samstag. „Normalerweise werden frische Blumen oder Gestecke von den Kunden nachgefragt”, sagt die Verkäuferin. Da der Valentinstag in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, verlängert das Blumenhaus auf der Rathausstraße seine Öffnungszeiten. „Wir wissen nicht, was auf uns zu kommt”, sagt Atamanjak, „aber wir sind vorbereitet und werden mindestens bis 16 Uhr öffnen.”

Beliebteste Schnittblume

Um einen der umsatzstärksten Tage im Jahr gebührend „auszukosten”, lässt Heinz Hartmann, Inhaber von „Blumen Hartmann”, seine Pforten ebenfalls bis in die Abendstunden geöffnet, denn der Valentinstag sei in Deutschland mittlerweile zu einer „festen Größe” geworden.

Insbesondere Rosen werden bei „Blumen Hartmann” verstärkt nachgefragt. Damit liegt der Stolberger Blumenladen voll im Bundestrend, denn mit einem Umsatzanteil von 37 Prozent liegt die Rose weiter unangefochten auf Platz eins bei den beliebtesten Schnittblumen - gefolgt von Tulpe (10 Prozent) und Chrysantheme (7 Prozent).

Pünktlich zum Valentinstag steigt die Nachfrage nach Blumen und damit auch deren Preis. „Im Frühjahr sind die Blumen meist teurer”, heißt es beispielsweise beim Statistischen Bundesamt. Doch Hartmann kann die Kunden beruhigen: „Der Einkaufspreis für Rosen liegt etwas niedriger als in den vergangenen Jahren.” Zweimal wöchentlich ersteigert Hartmann seine Blumen in Straelen am Niederrhein. Dort werden beispielsweise die Rosen eimerweise versteigert. „Da kommen Händler aus der ganzen Bundesrepublik zusammen”, erzählt Hartmann.

Insgesamt haben die Deutschen im vergangenen Jahr 3,18 Milliarden Euro für Schnittblumen ausgegeben, womit Deutschland im europäischen Vergleich in der Spitzengruppe liegt. Trotzdem macht die weltweite Finanzkrise auch vor dem Absatz von Blumen und Pflanzen nicht halt. „Es ist insgesamt ruhiger geworden. Früher war deutlich mehr los, auch an besonderen Tagen wie dem Valentinstag”, hat Natalia Atamanjak festgestellt.
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