Rote Karte für den „Sommerkarneval“

Von: dim
Letzte Aktualisierung:
10220775.jpg
Präsidenten der Regionalverbände Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und NRW trafen sich in Stolberg mit Präsidiumsfunktionären zum Konvent. Foto: D. Müller

Stolberg. Erstmals hat der Nord-West-Konvent des Bundes Deutscher Karneval (BDK) in der Kupferstadt getagt. Präsidenten der Regionalverbände aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen trafen sich im Rittersaal der Stolberger Burg zum Erfahrungsaustausch und zur Vorbereitung der nächsten BDK-Hauptversammlung, die im September in Saarlouis stattfindet.

Mit BDK-Präsident Volker Wagner, dem Vizepräsidenten Rolf Peter Hohn aus Düren, Schatzmeister Klaus-Ludwig Fess und Protokollführer Hans Werner Strauß war zudem das oberste Präsidium des Dachverbandes der deutschen Karnevalisten stark vertreten. Rolf Peter Hohn und Gastgeber Josef Behlau, Präsident des Stolberger Karnevalskomitees, begrüßten Vertreter fast aller Regionalverbände, und Hohn wickelte eine umfangreiche Tagesordnung ab. Unter anderem war die Anerkennung des Karnevals als immaterielles Kulturerbe ein wichtiges Thema. BDK-Präsident Wagner berichtete, dass zurzeit viele Gespräche diesbezüglich mit den Länderregierungen und der Bundesregierung stattfänden, und er zeitnah alle Verbände über den Verlauf der Gespräche unterrichten werde.

Ein weiterer Punkt, der inzwischen ständig Gesprächsstoff für traditionsbewusste Karnevalisten bietet, ist der so genannte „Sommerkarneval“. Alle Präsidenten bekräftigten nochmals, dass Sommerkarneval nichts mit der Brauchtumspflege zu tun habe. Gesellschaften, die sich daran nicht halten, würden vom BDK und seinen Regionalverbänden ausgeschlossen.

Dem Erfahrungsaustausch diente unter anderem eine Diskussion zur Durchführung der Rosenmontagszüge. Eine Basis für ein gemeinsames Konzept konnte aber nicht gefunden werden, weil jede Stadt oder Gemeinde die Regeln bestimmt.

Berichte zur Jugendarbeit

Zudem Bestandteil der Tagesordnung waren die Berichte der BDK-Jugend, des karnevalistischen Tanzsports Nordrhein-Westfalen und der BDK-Jugend NRW. Leiterin Petra Müller ließ die vielfältigen Tätigkeiten der BDK-Jugend Revue passieren. Als einen großen Erfolg bezeichnete sie, dass die BDK-Jugend jetzt Mitglied im Deutschen Bundesjugendring, dem Netzwerk der Jugendverbände, ist. Außerdem erklärte Müller, dass – nach einigen Anlaufschwierigkeiten – die Bundesministerin für Familie und Jugend, Manuela Schwesig, ihr Herz für den Karneval entdeckt habe. Ausschlaggebend sei der Besuch zahlreicher Kindertollitäten in Berlin gewesen, bei dem mit Charlotte I. (Claßen) der Ersten Großen KG und Angelina II. (Muttke) der Mausbacher KG Löstige Wölleklös auch zwei Stolberger Kinderprinzessinnen dabei waren.

In einem Grußwort der Stadt würdigte die stellvertretende Bürgermeisterin Karina Wahlen die ehrenamtliche Arbeit der Karnevalisten, die soziale Kompetenz des Brauchtums und die Vielseitigkeit der Regionalverbände des BDK.

Der Stolberger Komitee-Präsident Behlau hob gegenüber den BDK-Vertretern in einem kurzen Überblick die Stärken der Kupferstadt hervor. Besonders stellte er die Bedeutung der Stolberger Burg heraus, die ja auch für den Stolberger Karneval eine herausragende Bedeutung hat. Mit Stolz verwies Behlau auf die Prinzenproklamationen, den altehrwürdigen Prinzenstuhl und das Burggrafenfest. Mit einer bei den Fidelen Zunfthären entlehnten Tradition klang der BDK-Konvent aus, als im Restaurant der Burg zünftig Bratwurst verspeist wurde.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert