Rosemarie Schroeder: Neue Leiterin der Grundschule Prämienstraße

Von: gro
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Das neue Leitungsteam: Rosemarie Schroeder (l.) und Nadine Quinten. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Wenn sie ein Wort auffällig häufig in den Mund nimmt, dann ist es dieses: „Teamarbeit“. Kein Zweifel: Rosemarie Schroeder setzt auf die gemeinsame Stärke. Da verwundert es nicht, dass sie zum Gespräch mit unserer Zeitung nicht alleine erscheint.

Ihre Kollegin und Vertreterin Nadine Quinten ist – natürlich – mit dabei. Gemeinsam mit ihr bildet die neue Rektorin jetzt das Schulleitungsteam an der Grundschule Prämienstraße.

Gerade einmal zwei Monate ist Schroeder in Münsterbusch tätig. Aber Zweifel daran, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat, gibt es schon jetzt keine mehr: „Ich bin wirklich sehr gut aufgenommen worden.“ Und auch das hält sie fest: „Hier gibt es eine Schule mit einem sehr engagierten Kollegium und einer sehr aktiven Elternschaft.“ Das passt dann wieder gut zu dem Grundgedanken, die Kräfte zu bündeln, um den derzeit 230 Schülern die bestmögliche Förderung bieten zu können.

Jetzt, in den Herbstferien, gönnt sich die 39-Jährige eine erste kurze Auszeit. In der Vulkaneifel frönt sie einige Tage ihrem Hobby, dem Wandern. Daran war im Sommer nicht zu denken. Nachdem sich Rosemarie Schroeder auf die durch die Pensionierung ihres Vorgängers Günter Jansen frei gewordene Stelle beworben hatte, ging alles ziemlich schnell. Die Schulkonferenz stimmte der Einstellung Ende Juni zu, die Stadt Stolberg als Schulträger ließ ihre positive Stellungnahme drei Wochen später folgen, und zum 1. August nahm Schroeder die Arbeit an der Prämienstraße auf.

In ihrem Büro war sie jedoch längst nicht immer anzutreffen. Denn als eine der ersten Maßnahmen stand die Renovierung von Klassen und Fluren auf dem Programm. Schließlich seien die Räumlichkeiten einer Schule enorm wichtig für ein angenehmes Lernklima. Inhaltlich gab es ebenfalls erste neue Akzente. Ein Schülerparlament ist gegründet und in allen Stufen der Klassenrat eingeführt worden. Auch dahinter steckt der Gedanken der Mitbestimmung. Oder wie es Rosemarie Schroeder formuliert: „Wir wollen unsere Schüler dazu befähigen, selber Lösungen zu entwickeln.“ Und zwar gemeinsam.

Die bisherige berufliche Laufbahn der neuen Leiterin ist weit entfernt von dem, was man typisch nennen kann. „Als ich mit dem Studium fertig wurde, gab es in ganz NRW eine offene Stelle“, blickt Schroeder zurück. Aus der Not machte die Grundschullehrerin eine Tugend und trat eine Vertretungsstelle an der Hauptschule Kronenberg in Aachen an. Dort baute sie unter anderem Förderklassen auf und hatte es zunehmend mit dem Thema Seiteneinstieg zu tun. Einen solchen vollzog sie anschließend selbst: Schroeder ließ sich abordnen zur Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) der Stadt Aachen und später zum Kommunalen Integrationszentrum, wo sie für die Grundschulen zuständig war. Sechs Jahre dauerte dieser „Ausflug“, „dann habe ich gemerkt, dass ich wieder zurück in die Schule wollte“.

Doch nicht unbedingt nur als Lehrerin. „Ich habe mich bewusst für die Schulleitung entschieden, weil ich auch gestalten möchte“, sagt die Aachenerin. Und es war auch kein Zufall, dass die Bewerbung nach Münsterbusch ging. „Ich kannte die Schule bereits von meiner vorherigen Tätigkeit und wusste um die gute Arbeit, die hier geleistet wird.“

Nun gehört sie dazu, ist Chefin eines 17-köpfigen Kollegiums und sieht sich dennoch mehr als Kapitän einer Mannschaft, die Schule gemeinsam mit Leben erfüllt und weiterentwickelt. Darüber wird viel gesprochen. In Konferenzen, Teamarbeitszeiten und auch unter vier oder sechs Augen. „Ich mag keine Unterhaltungen zwischen Tür und Angel. Im schulischen Alltag geht es schon hektisch genug zu. Da ist es umso wichtiger, Raum und Zeit für Gespräche zu schaffen, in denen man vernünftige Ideen entwickeln kann.“

Nadine Quinten ist in solchen Fällen häufig mit dabei. Ein Jahr lang leitete sie die Schule kommissarisch, jetzt steht ihr wieder mehr Zeit für den Unterricht zur Verfügung. In Münsterbusch hat die 33-Jährige ihren Hut nicht in den Ring geworfen. „Eine Schulleitung kommt für mich noch nicht in Frage.“ Lieber bleibt sie Konrektorin. „Da habe ich eine gute Mischung aus der praktischen Arbeit in der Klasse und der Möglichkeit, mit dem Kollegium neue Visionen zu entwickeln.“

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