Robert Voigtsberger besteht Laufbahnprüfung

Von: oha
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Robert Voigtsberger hat seine beamtenrechtliche Laufbahnprüfung bestanden. Foto: J. Lange

Stolberg. „Geschafft“: Robert Voigtsberger hat seine Befähigungsprüfung zum gehobenen Allgemeinen Verwaltungsdienst bestanden. Damit kann der Sozialdemokrat am 1. Januar 2015 sein Amt als Beigeordneter der Stadt Stolberg für das Dezernat Jugend, Schule und Soziales antreten.

Voigtsberger wird als Erster Beigeordneter zudem der Vertreter von Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier in der Verwaltung sein. Technischer Dezernent in der Stolberger Stadtverwaltung ist Tobias Röhm für die Bereiche Infrastruktur und Stadtentwicklung; auch für den 36-Jährigen ist somit der Weg zur Einstufung als Wahlbeamter frei. Die Gemeindeordnung besagt allerdings, dass in einer Stadt von der Größe Stolbergs zumindest einer der Beigeordneten die Befähigung zum gehobenen Allgemeinen Verwaltungsdienst haben muss. Voigtsberger stellte sich der Herausforderung und legte die entsprechende Prüfung jetzt mit Erfolg ab.

Am Mittwoch erhielt der 33-Jährige die frohe Botschaft vom Landespersonalausschuss. „Die haben am Nachmittag getagt und mir die Befähigung zugesprochen“, teilte Voigtsberger auf Nachfrage erleichtert mit. „Jetzt kann ich wie geplant den Dienst am 1. Januar antreten.“ Voigtsberger bedankte sich am Mittwoch vor allem für die Unterstützung von Kollegen und Freunden. Und von seiner Familie, die zuletzt oft auf Ehemann und Vater (zwei Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren) verzichten musste. „Ich habe fast jeden Tag bis in die Nacht hinein gelernt“, blickt der neue Dezernent zurück. „Und das neben dem Job im Rathaus.“

In der Prüfung am 19. November im nordrhein-westfälischen Innenministerium in Düsseldorf ging es vor allem um juristische Fragen. Bei seinem Sportstudium hatte sich Voigtsberger bereits mit Gesetzestexten befassen müssen. Auch bei seiner späteren Tätigkeit als stellvertretender Sportdirektor des Deutschen Behindertensportverbandes. Was dann aber bei seiner jetzigen Prüfung auf den Stolberger zukam, musste zuerst einmal „gepaukt“ werden: Kommunalrecht, Haushaltsrecht, Arbeitsrecht, Handelsrecht, Beamtenrecht – die Liste ließe sich fortsetzen. Zunächst musste der Prüfling einen Fachvortrag von der Dauer einer Viertelstunde halten. Zuvor hatte es eine halbe Stunden Vorbereitungszeit gegeben. Im Anschluss folgte eine mündliche Prüfung von einer Stunde.

„Ich hatte zuvor immer das Gefühl, dass ich zu wenig Zeit für die Vorbereitung auf die Prüfung habe“, so Voigtsberger. „Ich bin sehr glücklich, dass sich die Zeit des Lernens nun ausgezahlt hat.“ Natürlich sei er mit einer gehörigen Portion Lampenfieber in die Prüfung gegangen. „Ich wusste ja, was vom Bestehen abhängt. Nicht nur für mich, sondern auch für den Kollegen Röhm und den Bürgermeister.“ Entsprechend groß sei der Druck gewesen. „Das musste im ersten Anlauf funktionieren.“

Auch wenn eine Wiederholung der Prüfung nach sechs Monaten möglich gewesen wäre. Inzwischen sind wohl etliche Kollegen im Rathaus über die frohe Kunde aus Düsseldorf informiert. Ein offizielles Schreiben über die Befähigung Voigtsbergers (eine Note wird bei der Prüfung nicht vergeben) wird in den kommenden Tagen noch im Rathaus erwartet.

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