Ritzefeld-Gymnasium reguliert Unterrichtszeiten neu

Von: lbe
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Begeistert nehmen die Schüler des Ritzefeld-Gymnasiums die neue 15 Uhr-Regelung an – und freuen sich über neu gewonnene Zeit.

Stolberg. Das Ritzefeld-Gymnasium hat auf die Sorgen vieler Eltern, dass Kinder von der Schule zu sehr vereinnahmt würden, reagiert – und zwar mit neuen Unterrichtszeiten. Diese wurden zu Beginn des Schuljahres reduziert.

Und die erste Bilanz – vier Monate nach der Einführung der neuen Unterrichtszeit – fällt recht positiv aus.

Die Unterrichtszeiten im Ganztag wurden so geändert, dass besonders die jüngeren Schüler der Klassen 5, 6 und 7 entlastet werden. Der Unterricht endet nun für die Jahrgangsstufe 5 an den langen Schultagen bereits um 15 Uhr, die Klassen 6 und 7 profitieren immerhin an zwei von drei langen Schultagen von der neuen 15 Uhr-Regelung. Nur mittwochs werden diese Schüler weiterhin bis 15.45 Uhr unterrichtet. Auch für eine Betreuung bis 15.45 Uhr an allen langen Schulttagen sei nach wie vor durch Lehrkräfte gesorgt.

Mit dieser neuen Regelung reagierte das Gymnasium auf aktuelle Entwicklungen: „Die gesamte öffentliche Diskussion um die Belastungen durch G8, aber auch Gespräche mit den Eltern hier vor Ort, haben uns veranlasst ganz konkret darüber nachzudenken wie wir den Alltag der Schülerinnen und Schüler und ihrer Familien entlasten könnten“, sagte Armin Ochse, Schulleiter des Ritzefeld-Gymnasiums.

Dabei habe man sich zu besagter Neuorganisation des Ganztagsbetriebs entschlossen. Die neue Regelung sei mit den Ganztagsbestimmungen des Ministeriums zu vereinbaren und wurde von der Elternschaft mit großer Mehrheit gewünscht. „Auf diese Weise hoffen wir dem Wunsch vieler Eltern und Schüler nachzukommen, wieder mehr Zeit für außerschulische Hobbys, für Familienleben und Besuche bei Freunden zu haben. Gleichzeitig sollen die Familien, die auf eine Betreuung bis 15.45 Uhr angewiesen sind, die Sicherheit haben, dass ihr Kind bis zu dieser Uhrzeit adäquat betreut wird“, erläutert Martina Ungermann, die aktiv an der Unterstufenkoordination mitarbeitet.

Das Ritzefeld-Gymnasium lässt den Eltern im Rahmen des Ganztagsbetriebs somit die Wahl, ob das Kind sich bereits um 15 Uhr oder erst um 15.45 Uhr auf den Heimweg machen soll. Dabei komme es keinesfalls zu Kürzungen der regulären Unterrichtsstunden, sagte Ungermann, lediglich AGs seien aus dem verpflichtenden Vormittagsbereich herausgenommen worden.

Für die Schüler sei die Neuregelung durchweg positiv. Sie berichten, dass sie nun wieder Hobbys wahrnehmen können, die sie zuvor zeitlich nicht in ihren Alltag integrieren konnten.

Die Stunde, die sie nun früher zuhause sind, führe zu einer deutlichen Entspannung ihres gesamten Alltags. Nun sei wieder mehr Zeit, sich nachmittags mit Freunden auch außerhalb der Klasse zu treffen. Viele Schüler erklären, dass sie deutlich problemloser im Anschluss an den Unterricht ihren Hobbys nachgehen können. Reiten, schwimmen, Tischtennis spielen, Fußball oder Geigenunterricht können wieder ohne Hetze ausgeübt werden.

Insgesamt ziehen die Verantwortlichen ebenso wie die betroffenen Schüler und Eltern nach den ersten vier Monaten also eine positive Bilanz: „Der Alltag der Schülerinnen und Schüler konnte ein Stück weit entlastet werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir nun die Hände in den Schoß legen. Wir werden weiterhin ein offenes Ohr für die Belange unserer Schüler und ihrer Eltern haben“, sagte Armin Ochse.

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