„Rise-Team” macht Stolberg musikalischer

Von: Dirk Müller
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„The smokin Ribs”, die Sieg
„The smokin Ribs”, die Sieger des ersten Stolberger Band-Contests, kommen auch bei der Premiere des Rise-Festivals sehr gut bei dem vorwiegend jungen Publikum an. Foto: D. Müller

Stolberg. Noch bevor der erste Interpret die Bühne im Evangelischen Gemeindezentrum betreten hat, wurde deutlich, dass das „Rise-Team” ganze Arbeit geleistet hatte. Die junge Gruppe, die sich Anfang des Jahres zum Ziel gesetzt hatte, für ein musikalischeres Stolberg zu wirken, hatte ein schon auf den ersten Blick professionelles Festival organisiert.

Vor dem Gemeindezentrum an der Frankentalstraße erwartete ein Imbisswagen hungrige Besucher, für die Sicherheit der Veranstaltung sorgte ein Security-Team, und alle zehn an dem Abend aktiven Mitglieder von „Rise” waren durch einheitliche T-Shirts gut zu erkennen, konnten jederzeit angesprochen werden, was durch die aufgedruckten Namen noch erleichtert wurde.

Beschallung, Licht und der Getränkeservice stimmten ebenfalls, doch in das positive Fazit mischte sich auch Selbstkritik: „Da es unser erstes Festival ist, müssen wir sicher noch manches optimieren, wie zum Beispiel unser Zeitmanagement. Wir haben es einfach nicht mehr geschafft, alle Plakate zu hängen und alle Flyer zu verteilen. Damit werden wir beim nächsten Mal früher beginnen”, sagte André Schröder vom „Rise-Team”. Dennoch ist die Premiere geglückt, und das „Rise-Festival” bot vier Livekonzerte für nur vier Euro Eintritt, Wasser, Cola und Bier war für einen Euro zu haben, alkoholfreie Cocktails für drei Euro.

„Die Preise sollten günstig sein, damit Jugendliche sich den Abend leisten können. Dank unserer Sponsoren und der Kooperation mit der Evangelischen Gemeinde konnten wir dieses Ziel erreichen”, erklärte Schröder. Gut 150 meist jüngere Besucher waren aber nicht nur wegen der Preise hellauf begeistert, denn vor allem die Musik überzeugte bei dem ersten Stolberger „Rise-Festival”. Der Publikumsliebling Carlos Cachafeiro machte den Anfang und heizte mit Songs wie „Entre dos Tierras”, „Ein Kompliment” und „Farytale gone bad” den Musikfreunden ein. Als „kleine” Überraschung wurde Carlos bei dem Kiss-Medley von seinem Sohn Sabino unterstützt.

Mit einer Miniaturgitarre, die dank Wunderkerzen zu einer echten „Feuergitarre” wurde, gab der Vierjährige überzeugend den Gene Simmons. Die folgende Band „The smokin Ribs” existiert nicht viel länger als die „Rise”-Gruppe und hat in kurzer Zeit bereits viele Fans in der Kupferstadt gewinnen können - und den ersten Stolberger Band-Contest, den „Rise” ins Leben gerufen hat. Die Eigenkompositionen von „The smokin Ribs” kamen beim Publikum gut an. Der eigene Stil der Band setzt sich aus Elementen von Rock, Country, Folk und Bluegrass zusammen, und der authentische Sound der Stücke wie „Last Man in the Bar” oder „Seven Seas” gefiel den Besuchern im Gemeindezentrum.

Für „The smokin Ribs”, die in Büsbach proben und Kupferstädter Musiker in ihren Reihen haben, war der Auftritt beim „Rise-Festival” ebenso ein Heimspiel wie für Carlos Cachafeiro, und eigentlich galt dies fast auch für „The Coconut Butts”, die gerne und oft gehörte Gäste in Stolberg sind. Mit ihrem flotten Ska und eigenen Klassikern wie „Paradise Island”, „Superhero” und „Polka” oder dem brandneuen Song „Rituals of your Youth” sorgte die Eifeler Formation für großartige Stimmung im Saal. Nachdem die letzten Trompetenklänge der „Coconut Butts” verhallt waren, übernahm die Aachener Band „Pencilcase” mit kraftvollem Rock die Bühne.

Das Quartett präsentierte ebenfalls ausschließlich Eigenkompositionen wie „Belief” und „Your Mouth” aus dem 2008er Album „Swingcore” und Stücke aus dem aktuellen „Pencilcase”-Album „Kansas City Shuffle”. Ein Song, der sich mit dem Thema Stalking befasst, ist noch so neu, das Sänger Joscha Golzari ihn nur unter dem Arbeitstitel „I know you” ankündigen konnte. Golzari, der mit „Pencilcase” das nächste Konzert in Berlin gibt, zog am Ende des „RiseFestivals” ein durchweg positives Fazit, dem sich auch Patrick Pahlke, Sänger der „Coconut Butts”, die bald zu Konzerten auf Sardinien und in Russland aufbrechen, anschloss: „Das Event war sehr gut organisiert, und die Leute vom Rise-Team haben super Arbeit geleistet.”

Zwei Musik-Festivals stehen noch im September in Stolberg auf dem Programm

Das „Juks Open Air” mit fünf Bands findet am Freitag, 21. September, ab 17 Uhr auf dem Kaiserplatz statt. Für die Musik-Auswahl bei der vom Stolberger Jugendparlament organisierten Veranstaltung ist erstmalig das „Rise-Team” verantwortlich. Bei freiem Eintritt spielen „The Coconut Butts”, „Ben Fortune”, „Alvida”, „The Tideline” und „Crashing Satellites”.

Die „Fiesta des Carlos” in der Altstadt gestaltet der Sänger und Gitarrist Carlos Cachafeiro gemeinsam mit drei Bands. Am Samstag, 29. September, spielen „Los Bastardos” im „Piano” (19 und 21 Uhr), „Los Meles” im „The Savoy” (20 und 22 Uhr) und „Lagerfeuer” an der Burg (23 Uhr). Infos und Tickets gibt es online: http://www.carlosseum.com
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