Stolberg-Büsbach - „Ribbecks Garten“ lockt alle Generationen an

„Ribbecks Garten“ lockt alle Generationen an

Von: Dirk Müller
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Inklusive Birnbaum wie bei „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Barenland“: Die Eröffnung von Büsbachs generationenübergreifende Spielplatz im Neubaugebiet am Eburonenweg fand eine große Resonanz bei Jung und Alt. Foto: D. Müller

Stolberg-Büsbach. Wenn irgendwo in Deutschland der vor mehr als 2000 Jahren vernichtete keltische Stamm der Eburonen und der Schriftsteller Heinrich Theodor Fontane (1819 – 1898) etwas gemeinsam haben, dann ist es in Büsbach. Denn dort wurde am Eburonenweg jetzt offiziell „Ribbecks Garten“ eingeweiht.

Und auf dem großen Spielplatz in dem Neubaugebiet glich dieses Ereignis jetzt regelrecht einem Volksfest. Jung und Alt sind in Scharen zu dem Büsbacher Spielplatz gekommen, und ließen es sich bei kühlen Getränken, Gebäck und Musik im Sonnenschein gutgehen.

Volksfestcharakter

Choreografiert von der Tanzschule „Not just Dancing“ führten Büsbacher Kinder einen Freudentanz auf, und zu dem vielfältigen Angebot des Spielplatzes stand eine Hüpfburg, das SKM-Spielmobil zur Verfügung und auch Kinderschminken auf dem Programm.

Bürgermeister Tim Grüttemeier wünschte den Besuchern aller Altersklassen viel Spaß und dankte den Beteiligten dafür, dass „Ribbecks Garten“ zu einer modernen und ansprechenden Spielstätte sowie zu einem frequentierten Kommunikations- und Treffpunkt geworden ist. Inklusive Birnbaum wie bei „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Barenland“.

Sandkasten, Spielhaus, Rutsche und Co. locken schon länger Kinder auf den Spielplatz, doch das erste Modul richtete sich eher an die ganz junge Klientel. Mit dem fertiggestellten zweiten Modul entspricht „Ribbecks Garten“ jetzt der ersten Anregung des Wettbewerbs „12 Monate – 12 Ideen“, den die Stadtverwaltung im Stolberger Jahr der Familienfreundlichkeit ausgelobt hatte, und ist zu einem echten generationsübergreifenden Spielplatz gewachsen. Mit vielerlei Mehrwert: In fließender, halbrunder Form kann eine brückenartige Sensorik-Strecke erlebt werden, eines der neuen Elemente ist Schaukel, Klettergerüst und Hängematte in Einem.

Auf einer beliebten Drehscheibe kann der Gleichgewichtssinn ebenso spielerisch geschult werden wie auf einem Surf-Simulator, auf dem die Kids zudem lernen können, dass „Surfen“ eben nicht nur im Internet möglich ist.

Zentrales wie imposantes Element des neuen Moduls ist indes ein großes Gerät aus Holz, Stein und Seilen, das Klettern, Balance-Spiele und Treffpunkt vereint. „Bei der Gestaltung des zweiten Moduls haben wir ganz bewusst viel Holz verwendet, damit die Optik mit dem ersten Modul harmoniert“, beschreibt Josef Offergeld, stellvertretender Leiter des Jugendamts.

Während der eine Teil des Spielplatzes kleinere Kinder anspricht, ist der neue Bereich für Kids und Jugendliche sehr einladend, und das weitläufige mit mehreren Sitzbänken versehene Areal eignet sich für Erwachsene und Senioren als Treffpunkt.

Aber dass „Ribbecks Garten“ tatsächlich ein Mehrgenerationen-Spielplatz ist, verdeutlicht Jugendpfleger Michael Bosseler mit Blick auf ein Multifunktions-Outdoor-Fitnessgerät: „Daran können Kinder und Jugendliche natürlich trainieren. Es ist aber so ausgerichtet, dass auch Erwachsene ihr Workout zum Beispiel auf dem Crosstrainer machen können, während sie gleichzeitig ein Auge auf die spielenden Kinder haben.“

Der generationsübergreifende Spielplatz in Büsbach sei ein wichtiger Schritt für Stolberg, meint Offergeld, und Jugendamtsleiter Willi Seyffarth erklärt, die Kupferstadt visiere nach dem Jahr der Familienfreundlichkeit in 2016 jetzt ein nächstes Ziel an: „Wir streben an, als familiengerechte Kommune zertifiziert zu werden.“

Ein Pluspunkt dabei sei für Stolberg auf alle Fälle „Ribbecks Garten“, zumal die Realisierung des großen Spielplatzes ein beispielhaftes Gemeinschaftsprojekt gewesen sei, betont Seyffarth.

„Büsbacher Eltern und vor allem Kinder haben sich aktiv beteiligt und Ideen und Anregungen eingebracht“, erläutert der Amtsleiter, dass das Jugendamt mögliche Alternativen zur Gestaltung des Spielplatzes aufgezeigt habe, und Kinder wie Eltern in die letztendlichen Entscheidungen eingebunden gewesen seien. „Dann hat Bernhard Frings vom Tiefbauamt das Areal konkret geplant, und nicht zuletzt hat das Technische Betriebsamt hervorragende Arbeit geleistet“, so Seyffarth.

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