Rekordverdächtig: Schon zum 191. Mal Blut gespendet

Von: oha
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Hans-Dieter Spiertz geht bei den Blutspende-Terminen des Deutschen Roten Kreuzes mit gutem Beispiel voran. So kam er jetzt in Münsterbusch auf seine 191. Blutspende. Foto: O. Hansen

Stolberg. Eine Blutspende kann das Leben anderer Menschen retten. Das wussten wohl auch alle, die jetzt im Jugendheim Münsterbusch zur Blutspende kamen. Doch vor der guten Tat war erst einmal Anstehen angesagt.

Der Andrang war so groß, dass sich vor dem vorbereitenden Gespräch mit dem Arzt eine längere Schlange bildete. Alle Liegen, auf denen die Blutspender während der Prozedur Platz nehmen konnten, waren im Nu belegt.

Die acht Stationen von der Anmeldung bei Günter Elkenhaus bis zum abschließenden Kaffee mit Brötchen waren deutlich ausgewiesen. Eine junge Dame wies sich bei Elkenhaus als Erstspenderin aus. In der gegenüber liegenden Sparkassenfiliale habe sie das Plakat von der Blutspende gesehen und spontan entschieden: „Da mache ich mit“, berichtete sie von ihrem Entschluss. Und sie war nicht alleine gekommen, sondern hatte ihre Mutter überredet, sie zu begleiten.

Aber auch Mehrfachspender, die bereits einen Spenderausweis vorweisen können, nutzten an diesem Tag noch einmal die Gelegenheit, anderen Menschen zu helfen. Blutspenden kann jeder, der mindestens 18 Jahre als ist und nicht an schwereren Krankheiten leidet. Die eigentliche Spende, bei der den Freiwilligen rund 550 Milliliter Blut abgenommen werden, dauert etwa 15 Minuten. Inklusive ärztlicher Untersuchung und anschließender Ruhephase muss man etwa eine Stunde Zeit einplanen.

In Münsterbusch bat Erich Prezewowsky im Rahmen der Stefan Morsch Stiftung die Spender, sich außerdem typisieren und in das Verzeichnis der Stammzellenspender aufnehmen zu lassen. Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 11.000 Menschen an Leukämie oder einer ähnlichen Krankheit. Sie können nur durch eine Stammzellenspende vor dem sicheren Tod gerettet werden. Einen Spender zu finden, der genau zu den genetischen Merkmalen des Erkrankten passt, ist allerdings äußerst schwierig. Je mehr Stammzellenspender sich zur Verfügung stellen, desto größer wird die Chance.

Und einen kleinen Rekord gab es beim Termin des Deutschen Roten Kreuzes in Münsterbusch auch noch: Hans-Dieter Spiertz spendete zum 191. Mal sein Blut für andere Menschen. Und es wird nicht seine letzte Blutspende gewesen sein.

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