Rekord: Gesamtschule Stolberg legt noch einmal deutlich zu

Von: Michael Grobusch
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Der Schulhof der Gesamtschule Stolberg wird sich weiter füllen. Zum Beginn des Schuljahres 2015/16 werden 108 neue Fünftklässler aufgenommen. Anmeldungen hat es allerdings fast doppelt so viele gegeben. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Damit hatte dann selbst Helge Pipoh nicht gerechnet: „Ich muss zugeben, dass ich sehr überrascht bin“, erklärte der Leiter der Gesamtschule Stolberg, als er am Freitag nach Ablauf der Anmeldefrist und auf Anfrage unserer Zeitung die Zahl der für das nächste Schuljahr eingeschriebenen Fünftklässler bekanntgab: 203!

Übertroffen worden sind neben den Erwartungen der Verantwortlichen am Sperberweg somit auch alle Vorjahreswerte der im Sommer 2012 eröffneten Schule. Die bis dato meisten Anmeldungen hatte es für das Schuljahr 2013/14 gegeben, als 180 Mädchen und Jungen sich für die Gesamtschule entschieden hatten, für das laufende Schuljahr hatte die Zahl mit 175 nur geringfügig darunter gelegen.

Nun also 203. Das enorme Interesse freut Helge Pipoh natürlich, nötigt ihn aber andererseits dazu, noch mehr Ablehnungen verschicken zu müssen, als dies in den vergangenen Jahren der Fall. Schließlich sind die Kapazitäten der vierzügigen Einrichtung beschränkt, in den 27er-Klassen können insgesamt 108 Kinder aufgenommen werden.

Das Prozedere der Auswahl ist klar definiert. Die angemeldeten Kinder werden in drei Leistungsklassen unterteilt, für die jeweils ein Drittel der Plätze zur Verfügung gestellt wird. „Die Wohnortnähe ist kein Kriterium“, betont Pipoh. Somit besteht auch bei Interessenten, die nicht im Stolberger Stadtgebiet wohnen, die Chance, dass sie berücksichtigt werden. Wie schon im vergangenen Jahr stammen diese mehrheitlich aus Eilendorf.

Inwieweit der neue Anmelderekord Auswirkungen auf die Zukunftsplanungen haben könnte, vermochte Pipoh am Freitag nicht zu sagen. Eine klare Stellung bezog hingegen Robert Voigtsberger gegenüber unserer Zeitung: „Wir werden die Situation weiter beobachten. Aber an eine Erweiterung der Gesamtschule ist angesichts der enormen Kosten, die damit verbunden wären, derzeit nicht zu denken“, erklärte der zuständige städtische Beigeordnete

Klar ist indes, dass die Gesamtschule unabhängig von den Anmeldungen im August ein neues Kapitel ihrer noch jungen Geschichte aufschlagen wird. Denn dann beginnt die schrittweise Übernahme der auslaufenden Realschule I. „Die Jahrgangsstufe 8 wird zum neuen Schuljahr in die Walther-Dobbelmann-Straße ziehen“, kündigt Helge Pipoh an. Neben vier Klassen werden auch Räume für die Differenzierung und den naturwissenschaftlichen Unterricht genutzt werden.

Mit der räumlichen Ausweitung geht eine inhaltliche einher: Als dritte Fremdsprache nach Englisch (5. Klasse) und Spanisch (6. Klasse) wird Französische (ab Klasse 8) ins Portfolio aufgenommen. Gleiches gilt für eine zusätzliche Differenzierung im Fach Deutsch und erste Einheiten zur Berufsorientierung.

Das dazu passende Personal wird derzeit in Absprache mit der Bezirksregierung gesichtet. „Es gibt viele Versetzungswünsche zu unserer Schule“, registriert der Schulleiter Pipoh auch hier eine große Beliebtheit. Doch nicht alle Wünsche können erfüllt werden. „Ich nehme natürlich gerne erfahrene Kollegen. Bei der Auswahl gilt es aber auch zu berücksichtigen, dass alle Fächer abdeckt sein müssen.“

Weil das Verfahren für die Gesamtschule in weiser Voraussicht vorgezogen worden ist, bietet sich den 95 Kindern, die eine Ablehnung erhalten werden, ab 23. Februar die Möglichkeit, sich an einer anderen Schule anzumelden. Erste Alternative dürfte, wie die Erfahrung aus dem Vorjahr zeigt, die Sekundarschule an der Breslauer Straße sein. Für sie wie für die übrigen weiterführenden Schulen in Stolberg (mit Ausnahme der Förderschule) läuft das Anmeldeverfahren bis zum 13. März. Burggeflüster Seite 18

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