Stolberg - Reise ins Land der Märchen: Franz-Josef Kochs stellt in der Burg aus

Reise ins Land der Märchen: Franz-Josef Kochs stellt in der Burg aus

Von: Heike Eisenmenger
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Schauen und staunen: Noch bis zum 2. Mai sind in der Burg-Galerie die Bilder und Pappkameraden von Franz-Josef Kochs zu sehen. Foto: H. Eisenmenger

Stolberg. Durch die Artibus-Ausstellung „Herrschaften” mit Bildern und Pappfiguren von Franz-Josef Kochs zu schlendern, ist ähnlich, als blicke man in ein Kaleidoskop. Man entdeckt immer wieder neue Konstellationen, ganz so wie wie beim Blick ins Kaleidoskop, dessen farbige Glassteinchen sich bei jeder Drehung zu neuen Mustern arrangieren.

Die Galeristin Christa Oedekoven und Stolbergs Kulturmanager Max Krieger haben die Artibus-Ausstellungsreihe organisiert. Die Werke des Kaiser-Lothar-Preisträgers Kochs füllen die zweite Ausstellung im Rahmen der Artibus-Reihe, die mit Bildern des Künstlers Rafael Ramirez startete.

Es ist viel los bei der Vernissage an diesem Sonntagmorgen. Männer und Frauen unterschiedlichen Alters haben sich eingefunden, um sich auf eine Reise ins Land der Märchen und Fabelwesen einzulassen. Beim Betrachten der Ausstellungsstücke wird viel geschmunzelt, die Besucher treten eine Reise in die Zeit ihrer Kindheit an. Es sind vor allem die großen und kleinen Pappkameraden, die berühren.

Fast hat man den Eindruck, die Figuren und Zeichnungen sind Kochs Kinder. Man kann es sich genau vorstellen, wie der 58-Jährige in seinem Atelier über den Zeichnungen brütet und sie mit zärtlichen Geduld zum Leben erweckt. Er lässt seinen Figuren freien Lauf, im Guten wie im Bösen, und gerade deswegen wirken sie so menschlich.

Mit den Werken seines früheren Schülers hat sich Professor Alexander Boeminghaus intensiv auseinandergesetzt. In seiner Ansprache beschrieb Boeminghaus, Vorsitzender der bei „Artibus” ebenfalls involvierten Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen, die Faszination, die Kochs Kunst auf den Betrachter ausübt.

„Kaum, dass seine Bilder laufen gelernt hatten, begannen sie sämtliche Posen auszuprobieren”, schilderte der Professor bildhaft. Die Anordnung der Figuren, die Art und Weise, wie sie gegen das Licht gestellt werden und Schatten werfen, ist Teil des Kunstevents. Dazu passen die musikalischen Einlagen von Egon Kneer am Akkordeon bei der Vernissage.

Kneer wird auch am Sonntag bei der Medissage wieder mit dabei sein. Um 15 Uhr führt Kochs in der Burg-Galerie das Schattentheater „König, Drache, Rattenfänger” auf. Der Maler, Philosoph und Märchenerzähler spielt mit Bildern und Schatten, erzählt dabei spannende Geschichten, die von Kneer musikalisch vertont werden. Öffnungszeiten der Artibus-Ausstellung sind dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr. Die Ausstellung endet am Sonntag, 2. Mai.
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