Regisseur einer kleinen Armee

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Generalappell: Vizepräsident Andreas Smyra übergibt das Kommando über die Prinzengarde von Heinz Kaesmacher (r.) auf Dr. Rüdiger Fröschen (l.).

Stolberg. Den Burghof mit dem zugehörigen Theater besitzt er schon. Ebenso die Ketschenburg-Brauerei. Acht Papageien im übrigen auch. Und seit dem Wochenende führt Dr. Rüdiger Fröschen sogar eine ganze Armee an.

Es sind jedoch keine Zinnsoldaten, die sich der Stolberger Karnevalsjeck etwa in die Wohnzimmervitrine gestellt hat. Rüdiger Fröschen steht seit dem Wochenende offiziell an der Spitze einer leibhaftigen Armee - als Stadtkommandant der Prinzengarde der Ersten Großen Stolberger Karnevalsgesellschaft, in deren Historie der 42-jährige eine neue Ära einläutet.

„Ich habe dem sehr positiv gegenüber gestanden, weil er noch sehr jung ist”, freut sich Vizepräsident Andras Smyra über den Führungswechsel in der Prinzengarde. „Er kann das Amt kontinuierlich und noch lange ausüben.”

Als neuer Stadtkommandant löst Fröschen Heinz Kaesmacher ab, der die Prinzengarde zwei Jahre lang als Nachfolger von Dr. Helmut Schroeder anführte. Kaesmacher bleibt der Formation aber weiterhin als Gardist erhalten. „Ich wünsche Dir, dass Du die gleiche Freude hast, die ich schon seit 45 Jahren in der Prinzengarde habe”, gab Kaesmacher seinem Nachfolger mit auf den Weg, dem er kurz darauf den Kommandostab als äußerliche Insignie der Macht überreichte.

Das in diesem Moment aufblitzende Funkeln in Rüdiger Fröschens Augen blieb den zahlreichen Karnvelasfreunden, die beim Generalappell im Saal von „Angie´s Bistro” Platz gefunden hatten, nicht verborgen. Für den Zahnarzt, der der Prinzengarde seit 1996 treu ist und die Kupferstädter Närrinnen und Narren vor sieben Jahren als Stolberger Tollität RüdigerII. durch die fünfte Jahreszeit führte, ist die neue Aufgabe eine besondere Ehre. „Ich bin der Prinzengarde besonders verbunden, sie hat in guten und in schlechten Zeiten immer zu mir gestanden”, lobte Fröschen die Loyalität der Gardisten, die sie auch bei seinen ersten Gardekommandos und dem „Stippeföttschen” unter Beweis stellten.

„Er ist der richtige Kerl, um so eine Formation anzuführen”, ist Andreas Smyra vom neuen Stadtkommandanten überzeugt. Überzeugen konnte auch das karnevalistische Programm, das den Abend bis in die späten Stunden füllte. Besonders die Auftritte aus den Reihen der „Ersten Großen” begeisterten das Publikum; zunächst heizte die Jugendtanzgarde die Stimmung an, dann versetzte der Paartanz von Simone Löhr und Julian Wahlen mit artistischen und anspruchsvollen Hebefiguren den Saal ins Staunen.

Auch das weitere Programm kam bei den Gästen hervorragend an. Und diese waren schon sichtlich in karnevalistischer Feierlaune: An allen Tischen wurde viel gelacht, gesungen und geschunkelt. Der neue Stadtkommandant machte da natürlich gerne mit. Und er will dafür sorgen, dass diese Stimmung auch in Zukunft so erhalten bleibt: „Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise finden die Menschen nach Hause, zu ihren Freunden und zur Tradition. Damit das so bleibt, müssen wir noch viel tun.”
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