Stolberg - Rathausstraße: Mehr Platz für Auslagen und Fußgänger

Rathausstraße: Mehr Platz für Auslagen und Fußgänger

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Bürgersteige werden breiter: Auf der Rathausstraße sollen nur noch zwei Fahrspuren verbleiben. Mit Markierungen erfolgt eine Umgestaltung der Hauptgeschäftsstraße. Foto: J. Lange

Stolberg. Die ursprüngliche Planung ist ein gutes Dutzend Jahre alt. Sie wurde überarbeitet und heutigen Gegebenheiten angepasst. Am Donnerstag sollen die Vorschläge der Verwaltung im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (17 Uhr, Rathaus) beraten werden. Dann soll sie angepackt werden, die Umgestaltung der innerstädtischen Verkehrs- und Einkaufsachse von Rathaus- und Salmstraße zwischen Rathaus und Mühlener Ring.

Allerdings will der zuständige Fachbereichsleiter Bernd Kistermann zuerst lediglich mit Farbe und Baken sowie einer veränderten Schaltung der Ampeln die neue Verkehrsführung testen, bevor eine kostspielige Umgestaltung Fakten schafft, die dem Alltag nicht standhalten könnten.

Möglich ist eine verkehrsberuhigende Umgestaltung der Rathausstraße, die seinerzeit von Bürgern und Geschäftsleuten kontrovers diskutiert wurde, seitdem mit der Fertigstellung des Tunnels der Europastraße 1997 die innerstädtische Umgehung vollendet wurde. Aber aus finanziellen Gründen ebenso wie aufgrund weiterhin starker Verkehrsbelastung und aus Sorge, mit Veränderungen auf der Einkaufsstraße das Geschäftsleben zu beeinträchtigen, legte der Stadtrat die Pläne wieder in die Schublade. Nun soll die Umgestaltung im Rahmen des „Entwicklungskonzeptes Talachse Innenstadt“ sowie im Vorgriff auf eine erhoffte Förderkulisse dafür erst einmal als Probephase umgesetzt werden.

Dabei soll „die überdimensionierte Fahrbahn-Fläche“ von derzeit teilweise vier Spuren auf in der Regel zwei Fahrspuren reduziert werden. Profitieren sollen in erster Linie Fußgänger sowie Einzelhandel und Gastronomie, die zusätzlichen Platz zur Präsentation oder Außenbestuhlung gewinnen.

EIm Abschnitt 1 von „An der Krone“ bis zum Schellerweg konzentrieren sich die wesentlichen Veränderungen auf den Bereich bis zur Steinfeldstraße. Aus heute drei Fahrspuren sollen zwei werden. Die Rechtsabbiegespur in die Steinfeldstraße in Richtung Krankenhaus wird in die Geradeausspur ebenso integriert, wie vor dem Rathaus die Linksabbiegespur zum Kaiserplatz in die Rechtsabbiegespur in Richtung Ketschenburg. Vom Kaiserplatz kommend wird eine Geradeaus- und eine Linksabbiegespur markiert.

Dank des neu gewonnenen Raums werden die Gehwege verbreitert, insbesondere im Bereich der Post entstehen sieben Parkplätze. Das Mehrangebot wird kompensiert durch je eine Ladezone auf beiden Straßenseiten, um ein Parken in zweiter Reihe zu verhindern. Dies würde zu größeren Konflikten führen und vor allem den Busverkehr beeinträchtigen, der mit bis zu zwölf Linien durch die Innenstadt fährt.

Nur wenige Veränderungen sind für den Abschnitt zwischen Steinfeldstraße und Schellerweg vorgesehen, weil die Verwaltung dort einen ungehinderten Verkehrsabfluss gewährleisten möchte, um eine zügige Erreichbarkeit des Krankenhauses insbesondere für Rettungsfahrzeuge zu gewährleisten. Deshalb wird die Linksabbieger- und Geradeausspur in die Steinfeldstraße von 4,75 auf 5,50 Meter verbreitert. Zurück versetzt wird die Haltelinie, um Bussen und Lastwagen das Einbiegen auf die Rathausstraße zu erleichtern.

EIm Abschnitt 2 zwischen Schellerweg und Stadthalle sind aus Sicht der Verwaltung derzeit keine Veränderungen im Rahmen der Testphase möglich. Im Bereich bis zur Rosentalstraße verengen die beiden Bushaltestellen die Rathausstraße bereits auf zwei Fahrspuren. Unbeachtet bleiben erst einmal die weiteren 50 Meter bis zur Rathausstraße 68, wo der im Rahmen der Neugestaltung des Stadthallen-Vorplatzes auch die Gehwege verbreitert und die Parkplätze neu angeordnet wurden.

E Dies gilt ebenso für den Abschnitt 3 zwischen den beiden Einmündungen der Talbahnstraße, wo es auch bei drei Fahrspuren bleiben soll. Die Linksabbiegespur ist verkehrswichtig für die Erreichbarkeit des Mühlener Bahnhofs durch Linienbusse. Wesentliche Veränderungen sind unterhalb der nördlichen Talbahnstraße vorgesehen.

E Der Abschnitt 4 von der Talbahnstraße bis zum Mühlener Ring ist der breiteste Bereich von Rathaus- und Salmstraße, der darüber hinaus bereits heute ausladende Nebenanlagen aufweist. Sie sollen in der Zukunft noch großzügiger dimensioniert sein, um den Bereich das Umfeld des Bastinsweihers städtebaulich aufzuwerten, das Wasser erreichbar zu machen und die Wiese Frankental einzubeziehen. Im Vorgriff darauf werden bereits während der Testphase die Fahrspuren auf zwei in der Straßenmitte reduziert.

Zusätzlicher Parkraum

Gleichzeitig entfallen solle die heutigen Schrägparkplätze vor dem Bastinsweiher, um eine zukünftige neue Nutzung zu ermöglichen. Mehr als kompensiert werden soll der dortige Parkplatzverlust durch zusätzliche Stellplätze auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Anstelle der aktuell zwischen Talbahn- und Jordanstraße vorhandenen Längs- sollen zukünftig 26 Schrägstellplätze markiert werden. Ausgenommen wird der Bereich der Apotheke, wo eine Querungshilfe auf die Fahrbahn gemalt wird.

Zusätzlicher Parkraum und breitere Bürgersteige werden zwischen Ellermühlenstraße und Mühlener Ring zudem dadurch erreicht, dass die Stellplätze aus den bisherigen Parkbuchten heraus auf jeweils eine der heute vier Fahrbahnen verlegt werden.

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