Randale im Obdach: Rätselhaftes Feuer und Streit unter Besuchern

Von: -jül-
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Polizei und Feuerwehr im Einsatz am Kelmesberg: Unter Besuchern der Obdachlosenunterkunft gab‘s Randale. Foto: J. Lange

Stolberg. Noch ein wenig undurchsichtig sind die Hintergründe der Randale, die Polizei und Feuerwehr am Donnerstag gegen 22.30 Uhr zum Kelmesberg riefen: Nach einem Sturz eines Bewohners ist einerseits ein ganz normaler Einsatz der Rettungskräfte erfolgt, gleichzeitig lief jedoch auch ein Feueralarm in dem als Obdach genutzten Wohnblock.

Dort brannte Bettwäsche in einer Wohnung im Parterre, deren Bewohner angaben, zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend gewesen zu sein, erklärte die Polizei auf Anfrage.

Und es kam in dem Haus zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 44- und einem 47-Jährigen, die dort zwar nicht gemeldet, aber polizeibekannt sind. Am Rande des Einsatzes, zu dem drei Streifenwagen entsandt wurden, war zu vernehmen, dass ein verschwundenes Messer im Zusammenhang mit dem Streit stand.

Um die Lage zu beruhigen mussten Polizeibeamte gegen einen der Streithähne Pfefferspray einsetzen. Während der Verletzte in einem weiteren Rettungswagen behandelt wurde, versuchte ein Täter, die Hilfeleistung zu stören.

Er beschädigte nach Feuerwehr-Angaben den Rettungswagen von außen. Die Polizei musste erneut eingreifen. Sie ermittelt nun wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung; die Vernehmungen dauern an.

Den Wohnungsbrand selbst hatte die Wehr schnell gelöscht. Aufgrund der Meldung und der Gefahrenlage vor Ort war die Feuerwehr unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Andreas Dovern mit Kräften der Hauptwache und des kompletten zweiten Zuges ausgerückt. Als die Lage vor Ort klar war, konnten die Löschgruppen ihr Anrücken abbrechen.

Am Kelmesberg untergebrachte Flüchtlinge waren nach Angaben der Stadt nicht involviert. Mitarbeiter des Sozialamtes kümmerten sich laut Pressesprecher Robert Walz um die Betroffenen.

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