Stolberg-Donnerberg - Rainer Schulte will, dass die Siedlergemeinschaft zukunftsfähig bleibt

Rainer Schulte will, dass die Siedlergemeinschaft zukunftsfähig bleibt

Von: Dirk Müller
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Mit seiner Wahl zum Vorsitzenden hat sich ein generationswechsel an der Spitze der Siedlergemeinschaft Stolberg-Donnerberg vollzogen: Rainer Schulte (45) möchte den Zusammenhalt in seinem Stadtteil weiter stärken. Foto: D. Müller

Stolberg-Donnerberg. Die Siedlergemeinschaft Stolberg-Donnerberg veranstaltet am Sonntag erstmals eine Adventsfeier am Siedlerkreuz – und hat seit dem Mai mit Rainer Schulte einen neuen 1. Vorsitzenden. Über die engagierten Pläne des neuen Vorstands der Siedlergemeinschaft, der rund 350 Haushalte angeschlossen sind, gute Nachbarschaft und mehr hat Schulte im Gespräch mit unserer Zeitung berichtet.

Was genau ist eigentlich die Siedlergemeinschaft Donnerberg?

Schulte: 1947 wurde die Siedlergemeinschaft gegründet, damit die Mitglieder in Eigenleistung zusammen die ersten Häuser an der Josefstraße, der Michaelstraße und der Heidestraße bauen konnten. Innerhalb der Gemeinschaft haben die Mitglieder sich bei den Baumaßnahmen gegenseitig geholfen und so ihre Arbeitskräfte gebündelt.

Nun sind die Häuser längst fertig gebaut. Was macht die Siedlergemeinschaft heute?

Schulte: Wir pflegen die gute Nachbarschaft etwa durch gemeinsame Veranstaltungen. Ein Beispiel ist unsere Adventsfeier am Sonntag am Siedlerkreuz Ecke Heidestraße/Lupinenweg. Zu weihnachtlichen Klängen bieten wir Kaffee, Glühwein und Kakao sowie heiße Waffeln an, und selbstverständlich sind nicht nur Mitglieder willkommen, sondern wir freuen uns über alle Gäste. Der Vorstand der Siedlergemeinschaft sieht sich auch als Ansprechpartner und Bindeglied – zum Beispiel zur Stadtverwaltung. Ist irgendwo der Kanal verstopft oder ein Teil der Asphaltdecke eingebrochen, informieren die Mitglieder mich, und ich kontaktiere die Stolberger Verwaltung, mit der die Zusammenarbeit übrigens sehr gut funktioniert. Insofern fungiert der Vorstand der Siedlergemeinschaft auch als eine Art Interessenvertretung.

Ist die Siedlergemeinschaft auch in die geplante Sanierung des Narzissenwegs involviert?

Schulte: Nein, bisher nicht, weil die Anlieger diesbezüglich nicht an den Vorstand herangetreten sind. Vielleicht geschieht dies in Zukunft ja bei anderen Sanierungsvorhaben. Ich denke da an Nelkenweg und Rosenweg, deren Straßen in einem sehr schlechten Zustand sind.

Ein Donnerberger Thema ist auch die Stadtrandsiedlung. Wie steht die Siedlergemeinschaft dazu?

Schulte: Die Siedlergemeinschaft ist auch in der Interessengemeinschaft Donnerberger Vereine aktiv und war somit auch an der Teilnahme an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beteiligt, bei dem Donnerberg den fünften Platz belegte. Bei der Bereisung hat die Jury wichtige Tipps gegeben, wie die Stadtrandsiedlung nicht einfach an den Donnerberg „angebaut“, sondern wirklich homogen in den Stadtteil integriert werden kann. Innerhalb der IG Donnerberger Vereine wird die Siedlergemeinschaft darauf achten, dass der Bau der Stadtrandsiedlung in diesem Sinne geschieht.

Ihr Vorgänger Franz Ostländer hat den Vorsitz im Alter von 79 Jahren abgegeben, mit Ihnen als 45-jähriger Vorsitzender ist ein Generationswechsel an der Spitze der Siedlergemeinschaft erfolgt. Was wird sich dadurch ändern?

Schulte: Wir wollen grundsätzlich die Siedlergemeinschaft attraktiv gestalten – auch für jüngere Mitglieder – und an dem niedrigen Jahresbeitrag in 2015 festhalten. Die Nachbarschaft pflegen und dabei eine lebendige Gemeinschaft noch stärker aufleben lassen, ist unser Ziel. Erste neue Maßnahmen haben wir bereits umgesetzt, etwa hinsichtlich der Außendarstellung der Siedlergemeinschaft.

Welche Maßnahmen sind das?

Schulte: Wir haben einen Flyer verteilt, der das Vorstandsteam vorstellt und zum Teil auch Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Vorstandsmitglieder beinhaltet. Außerdem hat die Siedlergemeinschaft Donnerberg jetzt ein eigenes Logo, in dem Häuser und stilisierte Menschen einen vielfarbigen Kreis bilden.

Gibt es auch Neuerungen innerhalb der Siedlergemeinschaft?

Schulte: Ja, sogar einige. Dazu zählt die Adventsfeier am Siedlerkreuz. Wir haben außerdem für unsere Mitglieder erste spezielle „Donnerberger Konditionen“ ausgehandelt. Dazu zählen bisher Prozente bei zwei Geschäften, kostenlose Anlieferung von Waren eines weiteren Geschäftes und Informationen zum Apotheken-Notdienst. Ein anderer Punkt ist, dass wir die Geburtsdaten der Mitglieder erfasst haben. Jetzt erhalten sie ab dem 75. Geburtstag alle fünf Jahre ein kleines Geburtstagsgeschenk von der Siedlergemeinschaft. Zudem möchten wir das Gemeinschaftsgefühl künftig auch durch Fahrten fördern. Am 5. Dezember unternehmen wir unsere erste „Siedler-Fahrt“ mit 50 Mitgliedern. Auf dem Programm stehen der Besuch des Landtages in Düsseldorf und der anschließende Bummel über den Düsseldorfer Weihnachtsmarkt.

Tragen Ihre Bemühungen bereits Früchte?

Schulte: Tatsächlich haben wir schon einige neue Mitglieder für die Siedlergemeinschaft gewinnen können. Und das soll ja erst der Anfang sein. Die Angebote von Fahrten und Veranstaltungen sowie die Sonderkonditionen bei Geschäften und Unternehmen sind sicherlich noch ausbaufähig.

Sie haben sich also einiges vorgenommen?

Schulte: Ja, allerdings nicht ich alleine. Das gesamte Vorstandsteam, meine Frau Brigitte und Susan Fröschen unterstützen mich tatkräftig. Das ist für mich sehr wichtig. Nicht nur weil jeder Einzelne viel leistet, sondern vor allem, weil wir es gemeinsam tun, und ich mich ohnehin als Team-Spieler sehe und die Siedlergemeinschaft nicht im Alleingang leiten kann – und auch nicht will.

Man könnte meinen, mit rund 350 angeschlossenen Haushalten sei die Siedlergemeinschaft Donnerberg schon jetzt sehr gut aufgestellt. Warum also Ihr verstärktes Engagement?

Schulte: Sicherlich, wir sind momentan noch gut aufgestellt auf dem Donnerberg, aber das soll in Zukunft auch so bleiben. Hinzu kommt, dass einige Mitglieder vom Donnerberg weggezogen sind, ihre Mitgliedschaft dabei aber aufrechterhalten. So haben wir zum Beispiel einem Donnerberger Siedler die Weihnachtsgrüße zu seinem jetzigen Wohnort in Ostfriesland gesendet. Damit die Siedlergemeinschaft und eine gerne gelebte Nachbarschaft auf dem Donnerberg zukunftsfähig bleiben, ist es also schon wichtig für uns, neue Mitglieder zu gewinnen.

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