Stolberg - Radweg entlang der L12 noch in diesem Jahr

Radweg entlang der L12 noch in diesem Jahr

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Sicherheit für Pedaleure: Noch in diesem Jahr will der Landesbetrieb einen Radweg an der L12 zwischen Gressenich und Mausbach bauen. Foto: J. Lange

Stolberg. Nun kommt er doch schneller als zuletzt erwartet: der Radweg entlang der Landesstraße 12 zwischen Mausbach und Gressenich - verbunden mit ersten Maßnahmen am Gressenicher Ortseingang zur Dämpfung der Geschwindigkeit.

Dabei schien der Radweg schon vor zwei Jahren Realität zu werden. Vermessungsarbeiten kündeten von ersten Vorbereitungen.

Doch die wurden im vergangenen Jahr dann schnell wieder zu den Akten gelegt.

Weil das Unternehmen BSR ankündigte, den Antrag für die Erweiterung des Steinbruchs Gressenich zu stellen, der dann irgendwann dieser Radweg zum Opfer fallen würde.

Als Interimslösung versuchte die Stadt, dem Landesbetrieb eine Route über einen Wirtschaftsweg durch die Felder schmackhaft zu machen. Aber der musste abwinken, weil dies dann kein Radweg mehr an einer Landesstraße wäre und er ihn somit nicht bauen dürfe.

Inzwischen gefruchtet haben die Argumente, dass der Bau eines Radwegs direkt an der L12 kein verschenktes Steuergeld sei. Denn bis einmal ein erweiterter Steinbruch diese Trasse erreichen könnte, würde noch einige Zeit vergehen.

Und wenn dieses Szenario dann eintreffen sollte, müsste das Unternehmen als Verursacher einen neuen Radweg nebst Straße bezahlen.

Jetzt sollen in der zweiten Jahreshälfte die Bagger anrollen, um den Radweg zu realisieren, kündigte Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr an zur Freude der Politik.

Denn gleichzeitig möchte die Behörde erste Maßnahmen ergreifen, damit die Fahrzeuge nicht so schnell nach Gressenich brausen, wie sie es heute zum Ärger der Anwohner tun.

Vorgesehen ist eine Verschwenkung der Fahrbahn in Richtung Mausbach durch Verschieben der vorhandenen Mittelinsel, durch eine weitere Mittelinsel sowie durch eine gepflasterte Nase einschließlich dazu gehöriger Sperrflächen.

In Richtung Ortsmitte soll die Nebenanlage auf 2,35 Meter verbreitert und ein gemeinsamer Fuß-Radweg eingerichtet werden - als Verlängerung des neuen Radweges zwischen den beiden Dörfern.

Außerdem soll an der Einmündung der Rottstraße eine Fahrradfurt markiert werden. Als Kap ausgebildet werden soll die Bushaltestelle, was den Straßenraum auch dann optisch grenze, wenn kein Bus auf der Fahrbahn an dem Haltesteig hält.

Das Ortseingangsschild wurde bereits in Richtung Mausbach verschoben, damit die Autofahrer frühzeitiger ihre Geschwindigkeit reduzieren müssen.

Dies hat auch den Vorteil, dass am Gressenicher Ortseingang die Behörden nun Geschwindigkeitskontrollen durchführen können, weil dies erst 200 Meter hinter dem Eingangsschild erlaubt ist, also „bisher in dem problematischen Bereich nicht möglich war”, so Pickhardt.

Einstimmig folgte der Fachausschuss diesen Vorschlägen - und betonte, dass dies kein Verzicht auf weitere geschwindigkeitsdämpfende Maßnahmen in der Gressenicher Ortsdurchfahrt sei.
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