Radtouristikfahrt wird zur Herausforderung für Vielfahrer

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Bergauf, bergab: Die Radtouristikfahrt führte durch die Eifel, Ostbelgien und das Limburgische Mergelland. Der RC Dorff hat für die Teilnehmer in diesem Jahr fünf verschiedene Strecken angeboten.

Stolberg. Die Teilnehmer sind von der Radtouristikfahrt des RC Dorff begeistert. „Ich bin ein Bisschen müde“ sagte ein zufrieden lächelnder Peter van der Heiden (54) aus Nistelrode bei Nimwegen, NL. Er hatte soeben eine 218-Kilometer-Strecke hinter sich gebracht und saß mit einer großen Portion Nudeln im Foyer der Grundschule Stefanstraße.

 Er war mit der Vereinigung „Big Challenge“ nach Breinig gekommen, um wie seine Kollegen für eine neue „große Herausforderung“ - beispielsweise sechs Mal an einem Tag die 21 Kehren nach Alpe dHuez hoch - zu trainieren. 64 Mitglieder der Vereinigung nutzen hierfür die Radtourenfahrt (RTF) des RC Dorff.

Diese niederländisch-französisch-deutsche Vereinigung von Landwirten, Tierärzten und Unternehmern aus dem Umfeld der Tierhaltung und Fleischerzeugung spenden selbst und sammeln Spenden für Forschung im Kampf gegen Krebserkrankungen. Dies ist ihre eigentliche Herausforderung.

Trotz der mittelmäßigen Wetterprognose hatten sich 703 Radfahrer und Radfahrerinnen entschlossen eine der fünf vom RC Dorff angebotenen Strecken durch Eifel, Ostbelgien und Limburgisches Mergelland zu fahren. Die Optimisten wurden belohnt, denn erst um 16.45 Uhr, kurz vor Ende der Veranstaltung, setzte ein Regenschauer ein. Da waren die allermeisten bereits zurück und nur wenige, die eine lange Strecke gewählt hatten, wurden nass.

Die Teilnehmer äußerten sich durchweg positiv über die angebotenen Strecken, so Frank Dischinger (57), für den diese RTF die beste Veranstaltung im Raum Aachen ist und zu den besten Marathonstrecken zählt, die der Vielfahrer kennt. Ähnlich äußerte sich Manfred Schnitzler (71) aus Elsdorf, der die 77 km-Strecke „einfach klasse“ fand. Nach den anstrengenden Kilometern genossen es die Gäste des RC Dorff auf dem Schulhof und im Foyer der Grundschule mit Kaffee und Kuchen, verschiedenen Nudelgerichten, Grillwürsten und kühlenden Getränken bei Live-Musik versorgt zu werden.

Wie beliebt die Strecken sind, kann man daran sehen, dass viele Teilnehmer aus dem Raum Ruhrgebiet und Köln bis Koblenz immer wieder für die Tour nach Stolberg kommen. Der am weitesten angereiste Gast war Robby Klopfer vom Radsportteam Reichenbach im Vogtland, der 550 Kilometer angereist war. Wie in jedem Jahr nutzen viele Radfahrer die Gelegenheit mit dem Fahrrad anzureisen gegebenenfalls die kleine Runde zu drehen und sich vor der Heimfahrt auf dem Schulhof zu stärken.

Bei einer RTF werden keine Zeiten gemessen, die Vereine im Bund Deutscher Radfahrer wetteifern jedoch darum, welcher Verein die teilnehmerstärkste Mannschaft stellt. In diesem Jahr war dies der RSC Schwalbe Eilendorf mit 18 Teilnehmern vor dem Erkelenzer Radsportclub (15) und dem RC 09 Herzogenrath Noppenberg (13).

Außer Konkurrenz wurden noch „Big Challenge“ (64) und die Betriebssportgruppe der Sparkasse Aachen (22) geehrt. Eine besondere Ehrung erfuhr der jüngste Teilnehmer, der achtjährige Ruben van der Linde aus Alten bei Bocholtz, NL, der auf dem Kinderrad die 46 km-Strecke in gut 3 Stunden schaffte. Der Papa gab dabei Windschatten und passte auf ihn auf.

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