Radsporttag: Alexander Nordhoff rollt zuerst ins Ziel

Von: Dirk Müller
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Die komplette 2004er/2005er Mannschaft des damaligen Stolberger Profi-Radteams Com Net Senges gedenkt beim BSR-Radsporttag ihres gestorbenen Teamkollegen Stephen Wooldridge. Foto: D. Müller
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Vize-Bürgermeisterin Karina Wahlen verabschiedet Reiner Sorge (rechts), der 41 Radsporttage organisiert hat und den Vorsitz des RSC Stolberg jetzt an Pascal Velten abgibt.
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Bei zehn Wertungen in sechs Rennen und zahlreichen Rundenprämien behalten die Renn-Kommissare und Zeitnehmer den Überblick.

Stolberg-Breinig. Strahlende Sieger, jubelndes Publikum, enttäuschte Verlierer – der BSR Radsporttag ist ein hoch emotionales Spektakel gewesen. Zu einem besonders bewegenden Moment kam es vor dem Hauptrennen der Elite: Die komplette 2004er/2005er Mannschaft des damaligen Stolberger Profi-Radteams Com Net Senges nahm in den alten Trikots und auf ihren Rädern Abschied von ihrem einstigen Teamkollegen Stephen Wooldridge.

Im Gedenken an den vor wenigen Tagen im Alter von 39 Jahren gestorbenen australischen Olympiasieger und Weltmeister führten die Weggefährten das große Feld des Hauptrennens an, und rund 100 Radrennfahrer drehten eine Ehrenrunde für Stephen Wooldridge. Sein Teamkollege René Schild hatte zuvor mit anrührenden Worten an den großen Sportler und liebenswerten Menschen erinnert.

Anschließend krönte das Hauptrennen mit einem sehenswerten Husarenritt des Siegers Alexander Nordhoff (siehe Sport) einen beeindruckenden BSR-Radsporttag, der es in sich hatte. Ein weiterer emotionaler Moment war etwa, als Hanns-Reiner Sorge von der stellvertretenden Bürgermeisterin, Karina Wahlen, verabschiedet wurde.

Bis 2015 hatte Sorge insgesamt 41 Radsporttage organisiert – in der Funktion als Rennleiter und als Vorsitzender des Radsportclubs RSC Stolberg. Den Vereinsvorsitz gibt Sorge jetzt an Pascal Velten ab und tritt nach fast drei Jahrzehnten in die zweite Reihe des RSC.

Mit insgesamt zehn Wertungen in sechs Rennen bot die Veranstaltung Radsport vom Feinsten, darunter auch zwei Besonderheiten: Bei der Disziplin „Rundenrekord“ handelte es sich um ein Einzelzeitfahren, in dem die Fahrer gegen die Uhr kämpften, und ein Derny-Rennen auf der Straße ist in unserer Region einzigartig.

Vom Bahnradsport bekannt, dienen leichte Motorräder den Radrennfahrern als Schrittmacher und spenden ihnen Windschatten. Dadurch werden hohe Geschwindigkeiten erzielt, wobei das Wetter beim BSR-Radsporttag nicht immer mitspielte. Im Regen und auf nasser, rutschiger Strecke war das Tempo nicht ganz so hoch, da den Fahrern die Sicherheit vorging.

Alter Bekannter

Verständlich, da sie sich ja noch später messen wollten: Im Hauptrennen über 60 Runden, das am trockenen Abend von einem „alten Bekannten“ dominiert wurde, denn Sieger Alexander Nordhoff fuhr 2012 und 2013 für das einstige Stolberger Profi-Radteam, das zu dieser Zeit unter den Namen Eddy Merckx – Indeland beziehungsweise Quantec – Indeland firmierte.

Am Ende des fast fünfstündigen Sportspektakels zog Rennleiter Markus Ganser ein positives Fazit: „Trotz des schlechten Wetters war die Zuschauerresonanz gut, und die ehrenamtlichen Helfer der ausrichtenden Vereine RSC Stolberg und RC Dorff haben tolle Arbeit geleistet.“

Ihnen galt Gansers Dank ebenso wie den Helfern von DRK und THW. „Und natürlich den Sponsoren, die den Stolberger Radsporttag überhaupt erst möglich machen“, betonte Ganser mit Blick auf die nächste Auflage der Veranstaltung in 2018.

„In meiner aktiven Zeit, bin ich in unserem Bezirk bei mehr als einem Dutzend Rennen mitgefahren – heute gibt es nur noch drei. Umso wichtiger ist es, dass wir den BSR-Radsporttag in Breinig für das Publikum und insbesondere für die jungen Fahrer aufrechterhalten“, erklärte der ehemalige Radprofi und hob hervor: „Der Nachwuchs ist die Zukunft des Radsports, deshalb müssen wir der Jugend auch Rennen anbieten, bei denen sie Erfahrungen sammeln und sich Zuschauern zeigen können.“

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