Quartett Klangfahrer bietet Jazz vom Feinsten

Von: Marie Luise Otten
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Jazz vom Feinsten in der beson
Jazz vom Feinsten in der besonderen Atmosphäre des Kupferhofes Rosental: „Klangfahrer” spielen im Rahmen des 19. Stolberger Musiksommers vor einem begeisterten Stolberger Publikum. Foto: Otten

Stolberg. Jazz wird unvoreingenommen von Musikern der ganzen Welt gespielt und von Hörern in jedem Land der Erde gehört, ohne dass man sich bewusst auf eine andere Kultur einlassen müsste. Jazz ist eine internationale Sprache mit unterschiedlichsten Ausprägungen und Akzenten.

Wer am Sonntag das Konzert der Jazz-Formation „Klangfahrer” im stimmungsvollen Ambiente des Kupferhof Rosentals gehört hat, wird den Abend in bester Erinnerung haben. Das Sonderkonzert, das der Arbeitskreis des Musiksommers Stolberg veranstaltete, traf den Zeitgeist. Im ausverkauften Konzertsaal spielten die hochkarätigen Musiker Jazz vom Feinsten, ausgeklügelt und sensationell.

Was Gerd Breuer am Schlagzeug vorführte, war umwerfend. Er ist der rhythmische Motor des Quartetts, feinfühlig und dezent in der Begleitung und experimentierfreudig bei solistischen Einlagen. Und er demonstrierte mit dem virtuosen Pianisten Thomas Berndt und Johannes Flamm am Saxofon die hohe Schule der Improvisation. Letzteres Instrument schien wie kein anderes mit dem Jazz verheiratet zu sein.

Seine Wandelbarkeit vom tiefen, warmen bis hin zum schrill coolen Klang harmonierte perfekt mit der Vielschichtigkeit, die der Jazzmusik zu eigen ist. Bernd Kistemann zeigte bei seinen Improvisationen, welche klanglichen Nuancen im Kontrabass stecken und sorgte mit dem Zupfen der Saiten für das richtige Fundament.

Lang anhaltender Beifall

Die Musik zeugte von unbändiger Lust am Spiel, die alle mitriss, so dass man einfach Lust aufs Mitmachen bekam: Kopfnicken und mit dem Fuß den Takt schlagen waren für einige Zuhörer selbstverständlich. Die Vier - seit langer Zeit befreundeten - Musiker waren bestens aufgelegt und immer wieder für einen Witz zu haben.

Es gab brandaktuelle Stücke sowie Kompositionen aus ihrem Album „Humanity”, die höchste technische Anforderungen stellten. Einige stammten aus der Feder des Schlagzeugers wie „Souldiver”, „Norwegian Elks” oder „Lichtblick”. Kreativität und Gestaltungswille spielten immer eine zentrale Rolle. Ihre Musik, eine Mischung vielfältiger Inspirationen, gepaart mit europäischen und außereuropäischen Klangsphären bot alle Facetten von Dynamik und Rhythmik. Der lang anhaltende Beifall wurde mit einer Zugabe belohnt.
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