Stolberg - Prym Fashion und Betriebsrat einigen sich über Stellenabbau

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Prym Fashion und Betriebsrat einigen sich über Stellenabbau

Von: -jül-
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Stolberg. Fünf Monate nach der Ankündigung des Unternehmens, ein Viertel der Belegschaft bei Prym Fashion in Stolberg abzubauen, haben sich Geschäftsleitung sowie Betriebsrat und IG Metall auf einen Interessenausgleich und Sozialplan geeinigt.

Wie beide Seiten gegenüber unserer Zeitung erklärten, beträgt der Abbau nun 53 statt ursprünglich 57 Arbeitsplätze. Hiervon haben bereits 16 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, da sie vorzeitig anderweitig neue Stellen gefunden haben. „Die Betriebsparteien haben sich darauf verständigt, dass der verbleibende Personalabbau von noch maximal 37 Stellen so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden soll“, sagt Martin Peters. Der Bevollmächtigte der IG Metall kennzeichnete die Verhandlungen als „hart, sachlich und konstruktiv“. Betriebsrat wie Geschäftsleitung wurden von ihren Rechtsberatern unterstützt.

Auch Ralf Stockmaier zeigt sich nun froh über die Einigung: „Wir hoffen, dass das Unternehmen nach diesem für alle Beteiligten schmerzhaften Abbau von Arbeitsplätzen in ein ruhiges und sicheres Fahrwasser übergehen kann“, will sich der Fashion-Geschäftsführer nun „auf zukünftige Aufgaben konzentrieren können“. Um langfristig erfolgreich zu sein, war das Ziel eine Reduzierung der Kosten. Dazu soll nun die Produktion von Kleinserien an die Standorte in Italien und Tschechien verlagert werden, die dafür geeigneter seien.

Im Rahmen des Sozialplans einigten sich die Parteien auf die Errichtung einer Transfergesellschaft, in der die Beschäftigten maximal zwölf Monate weiterqualifiziert und in Arbeit vermittelt werden sollen. Die betriebsbedingten Kündigungen sind mit „akzeptablen Abfindungen“ verbunden.

„Aber wir bedauern, dass wir den Arbeitgeber nicht davon überzeugen konnten, von der Maßnahme Abstand zu nehmen oder sie erheblich zu reduzieren“, erklärt Werner Cryns, dass dem Betriebsrat keine Mitbestimmung zu der unternehmerischen Entscheidung der Produktionsverlagerung obliege. „Aber immerhin konnten wir für die Betroffenen ein gut ausgestattetes Paket vereinbaren“, so der Vorsitzende des Betriebsrates.

„Natürlich haben wir gute Bedingungen für die Betroffenen ausgehandelt“, markiert auch Martin Peters, „aber letztendlich bleibt es für jeden einzelnen ein schicksalsschwerer Eingriff in die persönliche Lebenssituation, wenn er seinen sicher geglaubten guten Arbeitsplatz verliert“, so der Gewerkschafter weiter: „Das kann keine Abfindung aufwiegen, höchstens abmildern.“

Eine Einschätzung, die auch der Vorsitzende der Geschäftsführung der William Prym Holding teilt: Jens Waldau bedankt sich deshalb auch bei allen an der Verhandlung Beteiligten für das konstruktive und verantwortungsbewusste Vorgehen. Das hatte nach der Ankündigung im Januar mit einer intensiven Analyse der wirtschaftlichen Daten auch durch die Gewerkschaft begonnen..

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