Protest gegen Ausbau der Oberen Donnerbergstraße

Von: -jül-
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Die Fahrbahn der Oberen Donnerbergstraße ist von Rissen und Löchern durchzogen. Foto: J. Lange

Stolberg. Volles Haus im großen Sitzungssaal des Stolberger Rathauses. Nahezu komplett anwesend sind in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt die Anlieger der Oberen Donnerbergstraße.

Mit Gesamtkosten in Höhe von 1,76 Millionen Euro werden die Erneuerung der Straße sowie die Sanierung des Kanals kalkuliert.

Der Ausbau löst auf Basis des Kommunalabgabengesetzes Anliegerkosten aus. Für Fahrbahn und Straßenentwässerung werden die Eigentümer mit 50 Prozent, für Parkstreifen und Gehwege mit 60 Prozent der entstehenden Kosten herangezogen – angesichts der Einstufung als Haupterschließungsstraße sind dies reduzierte Sätze –, während die Erneuerung des Kanals über die Abwassergebühren refinanziert wird.

Nicht nur die ihnen entstehenden Kosten machen den Donnerbergern Sorgen. Sie zweifeln auch die Notwendigkeit eines Ausbaus ihrer Straße an, so ist es jedenfalls den Wortmeldungen während der Einwohnerfragestunde zu entnehmen. Die Verwaltung habe selbst zum Zustand von Sraße und Kanal beigetragen, weil sie ihrer Unterhaltungspflicht nicht nachgekommen sei, hieß es.

Anwohner vermuten: Die Stadt möchte die Obere Donnerbergstraße nur jetzt ausbauen, weil später an der Stadtrandsiedlung ein großes Neubaugebiet entstehen soll. Dann werde die neue Fahrbahn ohnehin wieder kaputt gefahren.

Die Verwaltung kontert, dass der Unterbau der Straße momentan schon so desolat ist, dass das Technische Betriebsamt selbst mit wiederholten Reparaturen die Verkehrssicherheit auf der Straße nicht mehr gewährleisten könne. Darüber hinaus sei auch der Kanal unter der Fahbahn so defekt, dass dringender Handlungsbedarf bestehe.

Die Details des Ausbaus will die Stadt voraussichtlich am Donnerstag, 5. März, auf einer Bürgerversammlung mit den Anliegern genauer diskutieren. Dann sollen auch für jedes Grundstück die voraussichtlichen Beträge mitgeteilt werden können, die bei den Anliegerkosten entstehen.

Eine erste Anregung will Amtsleiter Bernd Kistermann bereits mit in die Bürgerbeteiligung nehmen: ein kompletter Ausbau in Asphalt, aber die Kosten für Asphalt und Pflaster seien nahezu identisch.

Einstimmig nahm der Ausschuss die von der Verwaltung ausgearbeitete Planung zur Kenntnis und beschloss die Beteiligung der Bürger. Die Planung kann unter Bekanntmachungen im Internet in der Rubrik „Rat und Verwaltung“ auf der städtischen Homepage www.stolberg.de angeschaut werden.

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