Propst-Grüber-Hauptschule: Schließung schon 2015?

Von: Michael Grobusch
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Stolberg. Trotz aller Überlegungen zu einem möglichen Abriss des Gebäudes und der Umwandlung des Grundstückes in ein Baugebiet läuft der Betrieb in der Propst-Grüber-Hauptschule auf der Liester weiter.

„Wir sind eine voll funktionsfähige und auch funktionierende Schule mit sieben Klassen, 140 Schülern und einem 15-köpfigen Kollegium“, hat Luzia Weiß gestern im Gespräch mit unserer Zeitung betont. Gleichwohl berichtet die kommissarische Leiterin von einer großen Verunsicherung, die im Umfeld der auslaufenden Hauptschule herrsche.

„Es gibt Eltern, die die Befürchtung haben, dass unsere Schule bald abgerissen wird“, berichtet Weiß. „Davon kann natürlich keine Rede sein“, betont Ferdi Gatzweiler auf Anfrage. „Wir stehen als Stadt zu unserer Zusage, dass wir jedem Kind ermöglichen werden, an dieser Schule seinen Abschluss zu machen“, so der Bürgermeister.

Ob dies allerdings tatsächlich bis zur für den Sommer 2017 vorgesehenen Schließung der Fall sein wird, erscheint fraglich. Zwar gilt nach wie vor die Empfehlung der Schulkonferenz, im Jahr 2015 den dann aktuellen Zustand der Schule noch einmal zu betrachten und das Schließungsdatum zu überprüfen.

Luzia Weiß bringt dieses Jahr jedoch für die Schließung ins Spiel. „Ich glaube nicht, dass wir danach in der Lage sein werden, für die letzten 60 Schüler mit dem noch verbleibendem Kollegium eine ausreichende fachliche Abdeckung des Unterrichts zu leisten.“

Neue Beschlüsse der Lehrerkonferenz und der mittlerweile deutlich anders besetzten Schulkonferenz müssten allerdings die Grundlage für eine vorzeitige Schließung bilden. „In einem solchen Fall würden dann Überlegungen erforderlich, welche Schule für eine Kooperation und die Übernahme der Schüler in Frage käme“, meint Ferdi Gatzweiler.

Naheliegend ist die Kogelshäuserschule, doch so weit will der Bürgermeister derzeit noch nicht gehen. „Entscheidungen werden nur in enger Absprache mit allen Beteiligten getroffen.“ Klar ist seit gestern auf jeden Fall: Es gibt Gesprächsbedarf.

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