Projekt „Erlkids“: Damit die Kinder etwas zu erzählen haben

Von: Christoph Hahn
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Sie wissen das „Erlkids“-Angebot der Stolberger Arbeiterwohlfahrt zu schätzen: Margarita Fajado und ihre sechsjährige Tochter Leila nutzen gerne Angebote wie den Bastelnachmittag im Mehrgenerationenhaus „Die Kugel“ an der Breslauer Straße. Foto: C. Hahn

Stolberg. Es geht fröhlich zu in der „Kugel“, dem Mehrgenerationenhaus an der Breslauer Straße. Die Sonne wirft ihre Strahlen durch die breiten Fensterfronten des alles andere als kugelrunden, sondern vielmehr streng quadratischen Gebäudes – und doch bleiben die Menschen, die sich hier zusammengefunden haben, drinnen und beugen sich gebannt über kleine und kleinste Teile. Denn es ist Bastelnachmittag bei den „Erlkids“, der Aktion der Arbeiterwohlfahrt Stolberg für allein erziehende Mütter und – vor allem – ihre Kinder.

Mit dem Erlkönig, der Titelfigur aus der gleichnamigen Ballade, haben die „Erlkids“ übrigens nicht das Geringste zu tun. Vielmehr verbirgt sich dahinter die Abkürzung für „Erlebnistag für Alleinerziehende mit Kindern unter zwölf Jahren“.

„Kinder liegen mir am Herzen“, beschreibt dann auch der AWO-Vorsitzende Manfred Steffens das, was ihn und seine Mitstreiter antreibt. Durch die „Erlkids“ wollen er und das ganze Team dazu beitragen, „dass die Kinder nach den Ferien etwas zu erzählen haben“. Mit den Kameraden gleichhalten zu können, nicht von denen, die mehr haben, abgehängt werden – auch darum geht es bei den „Erlkids“. Deshalb folgt auch bald die nächste Aktion: Nikolausfeier mit Kinderbescherung am 11. Dezember.

Doch das liegt für die Mütter und ihre Kinder in der „Kugel“ noch weit weg. Margarita Fajado und ihre Tochter Leila haben sich erst mal ihren Anteil am Bastelmaterial, das Manfred Steffens und die Ehrenamtlerin Heike Schmidt bereit gelegt haben, mit an den Tisch genommen und basteln sich aus allerlei Elementen eine Miniatur-Schatzkiste zusammen. Fassbare Resultate innerhalb einer relativ kurzen Zeit erzielen zu können: Auch darauf kommt es bei dieser Aktion an.

Warum sie gerne zu den „Erlkids“ kommen, wissen Margarita und Leila jedenfalls ganz gut: „Weil hier alle nett sind und viel für die Kinder tun.“ Manfred Steffens, Heike Schmidt und die anderen AWO-Aktiven wissen ihrerseits auch ganz gut, warum sie sich die ganze Mühe aufladen. Der Vorsitzende ist jedenfalls mal gefragt worden: „Herr Steffens: Ist das Ihr Beruf, Kinder glücklich zu machen?“ Da wusste er es – spätestens dann.

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