Probleme im Narzissenweg: Leitungsschäden durch Arbeiten

Von: -jül-
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Stolberg-Donnerberg. Bodo Behlau kann‘s nicht fassen. Fast fertiggestellt ist der Narzissenweg. Eigentlich fehlt nur noch die Deckschicht der Fahrbahn. Doch da muss der neue Pflasterbeleg des Gehwegs wieder aufgerissen werden. „Zuerst hat es aus der Erde gedampft; und dann gab es eine Stichflamme“, sagt Behlau. Der Anwohner und seine Nachbarn befürchten das Schlimmste, sehen zusätzliche Kosten auf sich zukommen. Schnell sind sie zur Hand mit Kritik an Stadt und Versorgungsunternehmen.

Die Rede ist von „veralteten Leitungen“, „Stückwerk“, „Wasserschäden“ und „Flickschusterei“. Dabei habe der Versorgungsträger doch gleich zu Beginn der Straßenbauarbeiten eine neue Leitung eingezogen. Und nun dieses. Mehrfach sei in den vergangenen Tagen der Strom ausgefallen. Dann folgte der Rauch und der neuerliche Straßenaufbruch.

Doch Kupferstadt und die Regionetz beruhigen und erklären. Vor Beginn der Straßenbauarbeiten hat die Regionetz im Rahmen der Investitionen in die Infrastruktur zur Stromversorgung eine neue Mittelspannungsleitung mit 20 kV im Narzissenweg verlegen lassen, berichtet Unternehmenssprecherin Yvonne Rollesbroich gegenüber unserer Zeitung.

„Bei dieser Gelegenheit haben unsere Mitarbeiter auch die Niederspannungsleitung zur Versorgung der Haushalte mit 400 Volt kontrolliert“, so Rollesbroich weiter. Der erst zehn Jahre alte Kabelstrang habe nicht nur einen sehr guten Eindruck gemacht, sondern habe auch erst die Hälfte seiner turnusmäßigen Lebenserwartungen auf dem Buckel gehabt.

Dennoch seien im März sowie am frühen Montag Defekte aufgetreten, die die Sicherungen in der Schaltzentrale hätten ‘rausfliegen lassen. Ursächlich dafür sei aber nicht der Zustand der Niederspannungsleitung, sondern offensichtlich eine Beschädigung im Rahmen der Bauarbeiten. Diese Schadstelle werde gesucht und repariert – eine Darstellung, die auch Bernd Kistermann teilt. „Da ist wohl eine Muffe beschädigt worden“, erklärte der Leiter des städtischen Infrastrukturamtes.

Sorgen vor einem Wasserschaden bräuchten sich die Anwohner indes nicht zu machen, erklärte Rollesbroich: „Unsere Leitungen sind wasserresistent“. Dass es dennoch gedampft habe, sei leicht erklärbar. Das Kabel habe in einer Wasserlache gelegen. Durch die energetischen Schwingungen sei das Wasser so erhitzt worden, dass es verdampft sei. Zusätzliche Kosten würden Anwohnern nicht entstehen. Es gebe ein Budget für ungeplante Reparaturen.

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